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α-Spektrum interpretieren

Sortiert man viele Impulse nach ihrer Höhe, entsteht ein Spektrum: Häufigkeit gegen Energie. Beim α-Zerfall zeigt es scharfe Linien.

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Vom Impuls zum Spektrum

Wie aus Impulsen ein Histogramm wird

Ein Vielkanalanalysator (MCA) hinter dem Halbleiterdetektor sortiert jeden Impuls nach seiner Höhe in einen Kanal und zählt dort eins hoch.

  • Kanal = Energiestufe:hoher Kanal = hoher Impuls = hohe Energie; erst die Kalibrierung macht aus der Nummer eine Energie in MeV.
  • Häufigkeit staffelt sich auf:Kommen viele Teilchen mit derselben Energie, wächst ein Kanal besonders schnell. So entsteht ein Peak (Gipfel).
  • Das Ergebnis ist ein Histogramm:Häufigkeit (y) gegen Energie (x). Diese Auftragung nennt man ein Spektrum.

Das α-Spektrum lesen: Lage und Höhe

Das α-Spektrum zeigt scharfe Linien bei festen Energien:

  • Lage → Energie:Wo ein Peak steht, das ist die Energie der zugehörigen α-Teilchen. Verschiedene Zerfallsübergänge eines Kerns liefern verschiedene, feste Energien.
  • Höhe bzw. Fläche → Häufigkeit:Ein hoher Peak (bzw. große Peakfläche) bedeutet: Dieser Übergang tritt oft auf. Ein kleiner Peak steht für einen selteneren Übergang.
  • Feinstruktur:Oft sieht man mehrere eng benachbarte Linien. Sie entstehen, weil der Tochterkern mal im Grundzustand, mal in einem angeregten Zustand gebildet wird (Energieniveaus wie in der Atomhülle) — die Differenz strahlt er danach als \(\gamma\)-Quant ab.

Das Spektrum erkunden

Der Ablese-Cursor zeigt Energie und Häufigkeit an der gewählten Stelle. Im Vergleich: α-Spektrum (scharfe Linien) und β-Spektrum (kontinuierlich).

SpektrumAblese-Cursor
5,3 MeV

α-Spektrum: scharfe Linien bei festen Energien. Steht der Cursor auf einem Peak, liest du dort die Häufigkeit dieses Übergangs ab.

Cursor-Energie–
Nächster Peak–
Häufigkeit am Cursor–
Spektrumtyp–
Merke

Von der Kanalnummer zur Energie:

\(W=m\cdot K+b\qquad\text{und}\qquad h_{\text{rel}}=\dfrac{A_{\text{Peak}}}{\sum A}\)

Kalibriergeraden

Spektrum: Ein Vielkanalanalysator sortiert jeden Impuls nach seiner Höhe in einen Kanal; das Histogramm Häufigkeit gegen Energie heißt Spektrum, Gipfel heißen Peaks.

Lesen: Die Lage eines Peaks gibt die Energie an, seine Höhe oder Fläche die Häufigkeit des Übergangs.

\(\alpha\) und \(\beta\): \(\alpha\) zeigt Linien bei festen Energien, ein Fingerabdruck des Nuklids; \(\beta\) zeigt ein Band, weil Elektron und Neutrino die Energie beliebig teilen.

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Was das Spektrum verrät — und warum β anders aussieht

  • Fingerabdruck:jedes Nuklid hat eigene, feste α-Energien — aus den Peak-Lagen lässt es sich identifizieren.
  • α: Linien:das α-Teilchen trägt (fast) die ganze Übergangsenergie, immer denselben Betrag.
  • β: Band:Elektron und Neutrino teilen sich die Energie beliebig — das Elektron trägt alles zwischen fast 0 und einer Maximalenergie.
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Allgemeine Hinweise

Erst x, dann y lesen

Lies immer zuerst die Lage (x→Energie), dann die Höhe (y→Häufigkeit). So verwechselst du „welche Energie“ nicht mit „wie oft“.

α ist nicht β

Linien = α (diskret). Weiches Band mit Maximalenergie = β (kontinuierlich, wegen des Neutrinos). Nicht verwechseln!

Kanal ist noch keine Energie

Der MCA zählt in Kanälen. Erst die Kalibrierung \(W=m\cdot K+b\) macht daraus MeV. Ohne zwei bekannte Linien geht das nicht.

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