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Das Induktionsgesetz

Faraday bringt es auf den Punkt: Die induzierte Spannung ist die Änderungsrate des magnetischen Flusses — mal der Windungszahl.

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Übungsaufgaben

1Die Größen im InduktionsgesetzAFB I

Finden Sie zu jedem Symbol aus \(U_{ind}=-N\,\dfrac{\Delta\Phi}{\Delta t}\) die passende Bedeutung.

Decke immer zwei Karten auf. Passen sie zusammen, bleiben sie offen liegen.
Versuche: 0 von 12
Halte die drei Ebenen sauber auseinander: Φ ist ein Zustand, ΔΦ ein Unterschied zwischen zwei Zeitpunkten und ΔΦ/Δt eine Rate. Nur die Rate steht im Induktionsgesetz. Deshalb hat U auch nichts mit der Größe von Φ zu tun — ein riesiger, aber unveränderlicher Fluss liefert exakt 0 V. Die Windungszahl N ist der einzige Faktor, der ohne Zeitbezug wirkt: Sie schaltet gleichsam N gleiche Leiterschleifen in Reihe.
2Wodurch ändert sich der Fluss?AFB I

Kreuzen Sie an, was sich im jeweiligen Versuch ändert und ob dabei eine Spannung induziert wird (\(\Phi=B\cdot A\)).

Setze in jeder Zeile so viele Kreuze, wie zutreffen — es können auch null sein. Danach die ganze Tabelle prüfen.
VersuchB ändert sichwirksame Fläche A ändert sichSpannung wird induziert
Magnet wird zügig in die ruhende Spule geschoben
Spule rotiert im homogenen Magnetfeld
Spule ruht in einem sehr starken, konstanten Feld
Leiterschaukel wird quer zu den Feldlinien herausgezogen
Der Strom in der felderzeugenden Spule wird hochgeregelt
Spule wird im homogenen Feld parallel zu sich selbst verschoben
Weil Φ = B · A gilt, gibt es genau zwei Hebel: das Feld B (Transformator, Ein- und Ausschalten, bewegter Magnet) oder die vom Feld durchsetzte Fläche A (Generator, Leiterschaukel). Die dritte Spalte ist immer dann angekreuzt, wenn mindestens eine der ersten beiden es ist. Die letzte Zeile ist die Falle: Eine Verschiebung im homogenen Feld ändert weder B noch die durchsetzte Fläche — es passiert nichts, obwohl sich die Spule bewegt.
3Spannung direkt berechnenAFB I

Eine Spule mit \(N=150\) Windungen erfährt eine Flussänderung \(\Delta\Phi=8{,}0\,\mathrm{mWb}\) in \(\Delta t=20\,\mathrm{ms}\).

Berechnen Sie den Betrag der Induktionsspannung \(|U|\) in Volt.

Setze in |U| = N · ΔΦ/Δt ein. Achte auf die Einheiten und trage nur die Zahl ein.
Der bequemste Weg führt über die Vorsätze: 8,0 mWb je 20 ms sind 8,0/20 = 0,40 Wb/s, weil sich Milli gegen Milli wegkürzt. Mal 150 Windungen ergibt 60 V. Wer ΔΦ in Milliweber lässt, Δt aber in Sekunden umrechnet, landet bei 60 000 V — ein Faktor 1000 daneben. Rechne deshalb entweder beides konsequent in Grundeinheiten oder beides konsequent in Milli.