MINT lernen

Stehende Wellen

Zwei gegenläufige Wellen bilden ein Muster, das nicht mehr wandert: feste Knoten, kräftig schwingende Bäuche — der Ton jeder Saite.

1

Erklärung — Knoten, Bäuche und Eigenschwingungen

Knoten und Bäuche

Bei der stehenden Welle gibt es Orte, die immer in Ruhe bleiben, und Orte, die mit maximaler Amplitude schwingen:

  • Knoten:Orte, an denen sich die beiden Wellen ständig auslöschen — die Saite ruht dort dauerhaft.
  • Bäuche:Orte größter Schwingung zwischen den Knoten.
  • Kein Energietransport:Anders als die laufende Welle transportiert die stehende Welle keine Energie weiter — sie pendelt nur am Ort.

Eingespannte Saite

An einer beidseitig eingespannten Saite (Länge L) müssen die Enden Knoten sein. Deshalb passen nur ganz bestimmte Wellenlängen hinein — die Eigenschwingungen:

Merke

Mögliche Wellenlängen:

\(\lambda_n=\dfrac{2L}{n}\qquad(n=1,2,3,\dots)\)

Knoten und Bäuche: In Knoten löschen sich die beiden Wellen ständig aus, in Bäuchen ist die Schwingung maximal.

Energie: Eine stehende Welle transportiert keine Energie; sie pendelt nur am Ort.

Eingespannte Saite: Die Enden müssen Knoten sein, deshalb sind nur bestimmte Wellenlängen (Eigenschwingungen) möglich.

Stehende Welle auf einer Saite

Die Saite ist an beiden Enden fest eingespannt — es passen nur Wellenlängen \(\lambda_n=2L/n\). Die schwarzen Punkte sind Knoten (immer in Ruhe).

An den festen Enden und an den Knoten ruht die Saite immer, dazwischen schwingen die Bäuche mit größter Amplitude. Auf die Länge L passen nur bestimmte Wellenlängen: \(\lambda_n=\tfrac{2L}{n}\).
2

Allgemeine Hinweise

Enden = Knoten

Bei fester Einspannung sind die Enden immer Knoten.

2L

In \(\lambda_n=2L/n\) steht die doppelte Länge.

Kein Transport

Stehende Wellen transportieren keine Energie.

3

Vertiefung

Stehende Wellen
▶ Auf YouTube suchen
Eigenschwingungen Saite
▶ Auf YouTube suchen

Videos