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Reflexion, Brechung, Beugung

Treffen Wellen auf eine Grenzfläche oder ein Hindernis, ändern sie ihre Richtung: Sie werden reflektiert, gebrochen oder gebeugt.

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Erklärung — drei Phänomene

Reflexion

Trifft eine Welle auf eine Grenzfläche, wird ein Teil zurückgeworfen — sie wird reflektiert. Alle Winkel misst man dabei zum Lot (der Senkrechten auf die Grenzfläche):

  • Grenzfläche:An einer Grenzfläche oder einem Hindernis ändert eine Welle ihre Richtung: sie wird reflektiert, gebrochen oder gebeugt.
  • Reflexionsgesetz:Der zurückgeworfene Teil verlässt die Fläche unter \(\alpha=\alpha'\); alle Winkel werden zum Lot gemessen.
  • Brechung:Beim Medienwechsel ändert sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit, und es gilt \(n_1\sin\alpha=n_2\sin\beta\).
  • Beugung:An engen Öffnungen läuft die Welle in den Schattenraum; am stärksten bei Spaltbreite \(\approx\lambda\).
Merke

Reflexionsgesetz:

\(\alpha=\alpha'\)

Reflexion: Ein Teil der Welle wird an der Grenzfläche zurückgeworfen. Alle Winkel misst man zum Lot.

Brechung: Beim Medienwechsel ändert sich die Geschwindigkeit und damit die Richtung. Im optisch dichteren Medium (größeres \(n\)) knickt der Strahl zum Lot hin.

Beugung: An engen Öffnungen oder Kanten läuft die Welle in den Schattenraum. Sie ist am stärksten bei Spaltbreite \(\approx\lambda\).

Brechung

Geht die Welle in ein anderes Medium über, ändert sich ihre Geschwindigkeit — und damit ihre Richtung. Beim Übergang in ein optisch dichteres Medium (größere Brechzahl n, kleinere Geschwindigkeit) knickt der Strahl zum Lot hin:

Merke

Brechungsgesetz (Snellius):

\(n_1\sin\alpha=n_2\sin\beta\)

Reflexion und Brechung

Der gestrichelte Strahl wird reflektiert (gleicher Winkel), der violette gebrochen — er knickt ins dichtere Medium zum Lot hin.

Medium 1 (Luft) Medium 2
Der reflektierte Strahl hat denselben Winkel wie der einfallende (α = α'). Der gebrochene Strahl knickt beim Übergang ins dichtere Medium zum Lot hin (β < α). Es gilt \(n_1\sin\alpha=n_2\sin\beta\).

Beugung

Trifft eine Welle auf ein Hindernis mit einer Öffnung oder Kante, läuft sie auch in den geometrischen Schattenraum hinein — sie wird gebeugt. Die Beugung ist umso stärker, je kleiner die Öffnung im Vergleich zur Wellenlänge ist (stärkste Beugung bei Spaltbreite \(\approx\lambda\)). Beugung ist die Voraussetzung für Interferenz am Spalt.

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Allgemeine Hinweise

Zum Lot

Alle Winkel werden zum Lot (Senkrechten) gemessen, nie zur Fläche.

Rechner-Modus

Bei \(\sin/\arcsin\) auf Grad (DEG) achten.

Beugung

Stark, wenn Spalt ≈ Wellenlänge.

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Vertiefung

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