Wiegen in der Schwerelosigkeit
AFB IIAuf der Internationalen Raumstation befinden sich Besatzung und Station im freien Fall um die Erde; alle Gegenstände schweben. Um dennoch die Körpermasse der Besatzungsmitglieder überwachen zu können, wird ein Schwingungsmassenmesser eingesetzt (Material M1). Ein Astronaut schnallt sich auf einem Sitz fest, der an einer Feder hängt und auf einer Schiene reibungsarm hin- und hergleiten kann. Nach dem Auslenken schwingt die Anordnung harmonisch; ihre Schwingungsdauer wird elektronisch gemessen. Die technischen Daten sind M2 zu entnehmen.
Der Sitz gleitet nahezu reibungsfrei auf einer waagerechten Schiene und wird von einer Feder hin- und hergezogen. Gemessen wird allein die Schwingungsdauer.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Federhärte \(D\) | \(2{,}4\cdot 10^{3}\,\tfrac{\mathrm N}{\mathrm m}\) |
| Masse des leeren Sitzes \(m_\mathrm{S}\) | \(8{,}0\,\mathrm{kg}\) |
| gemessene Schwingungsdauer mit Astronaut | \(1{,}20\,\mathrm s\) |
- Berechnen Sie die Schwingungsdauer, die sich für den leeren Sitz ergibt.
- Leiten Sie aus \(T=2\pi\sqrt{\tfrac{m}{D}}\) eine Gleichung für die schwingende Masse \(m\) her und berechnen Sie damit die Masse des Astronauten.
- Erklären Sie, warum eine gewöhnliche Personenwaage an Bord der Raumstation unbrauchbar ist, das Schwingungsverfahren dort aber zuverlässig arbeitet.
