Eine Pendeluhr richtig stellen
AFB IIIn einer Standuhr zählt das Uhrwerk die Schwingungen eines Fadenpendels und rückt den Zeiger bei jeder vollen Schwingung um genau \(2{,}00\,\mathrm s\) weiter (Material M1). Die Uhr geht also genau dann richtig, wenn ihr Pendel die Schwingungsdauer \(T=2{,}00\,\mathrm s\) hat. Nach der Aufstellung in einem Wohnhaus in Norddeutschland \((g=9{,}81\,\tfrac{\mathrm m}{\mathrm{s^{2}}})\) stellt der Besitzer fest, dass die Uhr täglich um \(60\,\mathrm s\) nachgeht. Die Auslenkung des Pendels beträgt stets weniger als \(5^\circ\).
Das Uhrwerk zählt die Schwingungen des Pendels. Mit der Stellschraube lässt sich die Linse und damit die wirksame Pendellänge um wenige Millimeter verschieben.
- Berechnen Sie die Pendellänge, die für eine Schwingungsdauer von \(2{,}00\,\mathrm s\) erforderlich ist.
- Ermitteln Sie die tatsächliche Schwingungsdauer des Pendels und berechnen Sie, um welche Strecke die Linse mit der Stellschraube verschoben werden muss und in welche Richtung.
- Erklären Sie, warum dieselbe Uhr im Hochsommer ohne Nachstellen erneut nachgehen würde, und begründen Sie, wie sie sich in Äquatornähe verhielte, wo die Fallbeschleunigung geringfügig kleiner ist.
