Fadenstrahlrohr im Schulversuch
AFB I–IIMit einem Fadenstrahlrohr lässt sich die Bahn von Elektronen sichtbar machen: In der Röhre steht ein Restgas unter sehr geringem Druck, das entlang des Strahls zum Leuchten angeregt wird (Material M1). Die Elektronen werden mit der Beschleunigungsspannung \(U = 250\,\mathrm V\) aus einer Elektronenkanone geschossen und treten senkrecht zu einem homogenen Magnetfeld der Flussdichte \(B = 1{,}4\,\mathrm{mT}\) in den Feldbereich ein.
An der Skala des Rohres wird für die Leuchtspur der Bahnradius \(r = 3{,}9\,\mathrm{cm}\) abgelesen. Rechnen Sie mit \(e = 1{,}6\cdot 10^{-19}\,\mathrm C\) und \(m_\text{e} = 9{,}11\cdot 10^{-31}\,\mathrm{kg}\).
Das Feld wird von zwei großen Spulen erzeugt und darf im ganzen Bahnbereich als homogen gelten; es steht senkrecht auf der Bahnebene. Der Radius \(r = 3{,}9\,\mathrm{cm}\) ist der an der Skala des Rohres gemessene Wert. Die Gewichtskraft der Elektronen ist nicht eingezeichnet.
- Begründen Sie mithilfe von Material M1, warum die Elektronen im Magnetfeld eine Kreisbahn durchlaufen, und geben Sie die Richtung der Lorentzkraft im eingezeichneten Bahnpunkt an.
- Berechnen Sie die Geschwindigkeit, mit der die Elektronen in den Feldbereich eintreten.
- Zeigen Sie, dass für den Bahnradius \(r = \frac{m_\text{e}\,v}{e\,B}\) gilt, und berechnen Sie den Radius, den die Bahn nach dieser Beziehung haben müsste.
- Die spezifische Ladung des Elektrons ist der Quotient \(\frac{e}{m_\text{e}}\). Bestimmen Sie diesen Quotienten allein aus den Messgrößen \(U\), \(B\) und \(r\) und vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit dem Literaturwert \(1{,}76\cdot 10^{11}\,\mathrm{\frac{C}{kg}}\).
