Erklärung — der Hall-Effekt
Wie die Hallspannung entsteht
Fließt durch ein Plättchen ein Strom und steht ein Feld senkrecht dazu, lenkt die Lorentzkraft die Ladungsträger zu einer Kante ab. Dort sammeln sie sich an — die gegenüberliegende Kante verarmt. So entsteht quer zum Strom eine Spannung:
- Die Lorentzkraft schiebt die Ladungsträger zur Seite (Ladungstrennung).
- Das entstehende Querfeld baut eine Gegenkraft auf, bis Gleichgewicht herrscht.
- Die Spannung zwischen den Kanten ist die Hallspannung \(U_H\).
- \(U_H\) ist proportional zu B — daher kann man B daraus messen.
Hallspannung:
\(U_H=\dfrac{B\,I}{n\,q\,d}\)
Hall-Effekt: Im Plättchen lenkt die Lorentzkraft die Ladungsträger zu einer Kante ab. Das entstehende Querfeld baut eine Gegenkraft auf, bis Gleichgewicht herrscht.
Anwendung: Die Spannung zwischen den Kanten ist die Hallspannung. Sie ist proportional zu \(B\); damit kann man \(B\) messen.
Durch ein dünnes Plättchen fließt ein Strom; ein Magnetfeld zeigt in die Ebene. Die Lorentzkraft drängt die Ladungsträger zu einer Kante — quer zum Strom entsteht die Hallspannung \(U_H\). Sie ist proportional zu B, also lässt sich B daraus messen.
Allgemeine Hinweise
Quer zum Strom
Die Hallspannung steht senkrecht zu I und B.
U_H ∝ B
Deshalb ist die Hallsonde ein B-Messgerät.
Dünnes Plättchen
Kleines d → größere Hallspannung.
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