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Quantisierung der Atomhülle

Ein Elektron in der Atomhülle kann nicht jeden Energiewert annehmen — nur ganz bestimmte, diskrete Stufen. Springt es von einer Stufe zur nächsten.

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Erklärung — diskrete Energien

Was „Quantisierung“ bedeutet

Klassisch dürfte ein Elektron jede beliebige Energie besitzen — wie ein Ball, der auf einer Rampe jede Höhe einnehmen kann. In der Atomhülle ist das anders: Erlaubt sind nur ganz bestimmte Energiewerte, wie die Stufen einer Treppe.

  • Diskrete Niveaus:Man nummeriert sie mit der Quantenzahl \(n=1,2,3,\dots\) Das tiefste Niveau \(n=1\) heißt Grundzustand, alle höheren sind angeregte Zustände.
  • Nichts dazwischen:Energiewerte zwischen zwei Stufen sind grundsätzlich verboten — das Elektron kann dort nicht ruhen, nicht einmal kurz.
  • Nach oben enger:Die Stufen rücken mit wachsendem \(n\) immer dichter zusammen und laufen gegen die Ionisierungsgrenze \(E_\infty=0\), ab der das Elektron frei ist.

Der Nachweis: das Linienspektrum

Warum wissen wir, dass die Energien diskret sind? Weil das ausgesandte Licht es verrät:

  • Jede Linie = ein Übergang:Springt ein Elektron von einem höheren Niveau \(n\) auf ein tieferes \(m\), sendet es ein Photon mit genau der Energiedifferenz aus. Diese feste Energie ergibt eine scharfe Spektrallinie.
  • Wenige Linien statt Kontinuum:Gäbe es beliebige Energien, wären beliebige Differenzen möglich — das Spektrum wäre lückenlos. Dass wir nur einzelne Linien sehen, beweist die diskreten Stufen.
  • Fingerabdruck:Jedes Element hat sein eigenes Linienmuster. Aus dem Spektrum eines Sterns liest man deshalb ab, aus welchen Stoffen er besteht.

Die Energiebilanz eines Übergangs

Für jeden Sprung gilt die Energieerhaltung — die frei werdende Energie steckt vollständig im Photon:

  • Emission:Fall von \(n\) (hoch) nach \(m\) (tief). Das Atom gibt \(\Delta E = E_n - E_m\) als Photon ab: \(\Delta E = h\,f\).
  • Absorption:Umgekehrt kann ein Photon genau dieser Energie das Elektron auf ein höheres Niveau heben. Passt die Energie nicht, geht das Photon vorbei.
  • Ionisierung:Ein Photon mit mindestens \(|E_n|\) löst das Elektron ganz aus dem Atom — es wird frei (\(E\ge 0\)).

Energiestufen und Übergänge

Das Diagramm zeigt die Energieniveaus des Wasserstoffatoms (\(E_n=-\tfrac{13{,}6\,\text{eV}}{n^2}\)). Beobachte, wie sich \(\Delta E\), die Wellenlänge und die Farbe des Photons ändern.

EnergieniveauElektronPhoton
3 → 2

Übergang von n=3 auf n=2: das Elektron fällt und sendet ein rotes Photon der Balmer-Serie aus.

Übergang–
Energie \(\Delta E\)–
Wellenlänge \(\lambda\)–
Bereich–
Merke

Energie eines Übergangs:

\(\Delta E = E_n - E_m = h\,f = \dfrac{h\,c}{\lambda}\qquad\Longrightarrow\qquad \lambda=\dfrac{1240\,\text{eV⋅nm}}{\Delta E}\)

Quantisierung: Die Elektronen der Atomhülle haben nur bestimmte, diskrete Energien; \(n=1\) ist der Grundzustand, höhere Niveaus sind angeregte Zustände.

Nachweis: Das Linienspektrum (nur einzelne Linien statt Kontinuum) beweist die diskreten Stufen.

Übergänge: Emission gibt \(\Delta E\) als Photon ab, Absorption hebt das Elektron um genau \(\Delta E\); ab \(|E_n|\) wird das Atom ionisiert.

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Allgemeine Hinweise

Treppe, keine Rampe

Merke dir das Bild: Energieniveaus sind Stufen. Zwischen ihnen gibt es keine erlaubten Werte — das Elektron springt, es gleitet nicht.

ΔE ist nicht E​n

Ein Photon trägt die Differenz zweier Niveaus, nicht die Energie eines einzelnen. Immer zuerst \(E_n-E_m\) bilden.

Vorzeichen beachten

Die Niveauenergien sind negativ (gebunden). Bei \(-1{,}51-(-3{,}40)\) hebt sich das doppelte Minus auf → \(\Delta E\) wird positiv.

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Vertiefung

Energieniveaus und Linienspektren
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