Wärme ist übertragene Energie, kein Vorrat: Formelzeichen Q, die drei Einflussgrößen und die drei Wege der Wärmeübertragung.
Ein heißer Löffel im kalten Tee wird kühler, der Tee etwas wärmer. Umgekehrt passiert das nie — obwohl es die Energieerhaltung erlauben würde.
Berühren sich zwei Körper mit verschiedener Temperatur, wird Energie übertragen.
Wärme als Energieübertragung
Richtung: Berühren sich zwei Körper verschiedener Temperatur, geht Energie immer vom wärmeren zum kälteren Körper über, bis beide gleich warm sind.
Name: Diese übertragene Energie heißt Wärme.
Nicht das, was ein Körper hat — sondern das, was zwischen zwei Körpern fließt.
Wärme ist übertragene Energie:
Q = Energie, die von einem Körper auf einen anderen übergeht
Q: Wärme, gemessen in Joule (J).
Richtung: Immer vom wärmeren zum kälteren Körper.
kein Bestand: Ein Körper hat keine Wärme, er gibt sie ab oder nimmt sie auf.
Definition: Wärme \(Q\) ist übertragene Energie, gemessen in Joule; ein Körper hat keine Wärme, nur innere Energie.
Wirkung: Gibt ein Körper Wärme ab, sinkt seine innere Energie, nimmt er sie auf, steigt sie.
Abhängigkeit: Die Wärme hängt ab von Masse, Stoff und Temperaturdifferenz, nicht von der Zeit.
Drei Wege: Wärmeleitung, Wärmeströmung und Wärmestrahlung.
Der Unterschied zur inneren Energie ist entscheidend.
Wovon die übertragene Wärme abhängt
Drei Größen entscheiden, wie viel Wärme ein Körper abgibt oder aufnimmt.
Drei Wege der Wärmeübertragung
| Art | Wo sie auftritt | Beispiel |
|---|---|---|
| Wärmeleitung | vor allem in festen Körpern | Der Löffelstiel wird heiß, obwohl nur die Spitze in der Suppe steckt. |
| Wärmeströmung | in Flüssigkeiten und Gasen | Warmes Wasser steigt im Topf nach oben, kaltes sinkt nach unten. |
| Wärmestrahlung | auch ohne Materie, sogar im Vakuum | Die Sonne erwärmt die Erde durch 150 Millionen km leeren Raum. |
Drei Sätze aus der Lernzielkontrolle:
Zwei gleich große Wasserportionen werden in Kontakt gebracht — die Pfeile zeigen, wohin die Energie fließt und wie stark der Fluss gerade noch ist.
Zwei Beobachtungen: Der Fluss geht immer vom wärmeren zum kälteren Körper — nie umgekehrt. Und er wird immer schwächer, je näher sich die Temperaturen kommen. Bei gleicher Temperatur hört die Übertragung ganz auf: Die Körper sind im thermischen Gleichgewicht.
So formulierst du richtig.
Statt „Der Körper hat viel Wärme“: „Der Körper hat eine hohe innere Energie.“
Statt „Kälte dringt ein“: „Der Körper gibt Wärme ab.“ Kälte gibt es physikalisch nicht.
Statt „Die Jacke wärmt“: „Die Jacke verringert die Wärmeabgabe.“ Sie erzeugt keine Energie.
Ein Beispiel aus dem Arbeitsblatt
Zwei Alltagssätze, physikalisch nachgerechnet: