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Trampolin und Sprungfeder

Im tiefsten Punkt steht der Körper still — und trotzdem steckt die gesamte Energie im gespannten Tuch. Ab jetzt mischt die Spannenergie mit.

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Die Situation — Der Moment, in dem alles im Tuch steckt

Vierte große Anwendungsaufgabe — mit einer dritten Energieform.

Im tiefsten Punkt steht man einen Augenblick lang völlig still — und trotzdem ist die ganze Energie da.

  • Der Moment:Im tiefsten Punkt ist das Tuch maximal durchgedrückt und der Körper bewegungslos.
  • Wo die Energie steckt:Vollständig im gespannten Tuch.
  • Spannenergie:Diese Energieform mischt sich ein — es gibt jetzt drei Zustände statt zwei.
  • Federkonstante D:Sie beschreibt, wie stark sich das Tuch wehrt; es wirkt wie eine sehr große Feder.
  • Überraschung:Diesmal kürzt sich die Masse nicht weg.
Merke

Trampolin: Ausgangslage

Tiefster Punkt: Das Tuch ist maximal durchgedrückt, der Körper steht still, und die ganze Energie steckt als Spannenergie im Tuch.

Federkonstante: D beschreibt, wie stark sich das Tuch wehrt. Diesmal kürzt sich die Masse nicht weg.

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Lösungsweg — Drei Zustände, aber immer nur zwei auf einmal

Die erste Aufgabe, bei der die Masse wirklich gebraucht wird.

Ein Kind springt auf einem Trampolin und drückt das Tuch im tiefsten Punkt weit nach unten.

  • Masse:Das Kind hat m = 40 kg.
  • Eindrücktiefe:Im tiefsten Punkt ist das Tuch um s = 0,50 m nach unten gedrückt.
  • Federkonstante:Das Tuch verhält sich wie eine Feder mit D = 3000 N/m.
  • Vorgaben:Rechne mit g = 9,81 N/kg und vernachlässige die Reibung.
Merke

Fünf Teilfragen zu einem einzigen Sprung

a): Welche Spannenergie steckt im tiefsten Punkt im Tuch?

b): Wie hoch steigt das Kind über die entspannte Tuchlage?

c): Mit welcher Geschwindigkeit verlässt es das Tuch?

d): Wie tief müsste das Tuch für die doppelte Sprunghöhe eingedrückt werden?

e): Ein Kind mit 60 kg drückt das Tuch genauso tief ein — wie hoch springt es?

Stationen: Tiefster Punkt (Spannenergie), Verlassen des Tuchs (Bewegungsenergie) und höchster Punkt (Lageenergie) haben dieselbe Energie.

Ansatz: Man setzt je nach Frage immer nur zwei Stationen gleich.

Merke

Die Formel der Spannenergie:

E = ½ · D · s²

E: Spannenergie in Joule (J).

D: Federkonstante in Newton pro Meter (N/m).

s: Strecke, um die die Feder aus ihrer entspannten Lage gedrückt oder gezogen wird.

Achtung: Wie beim v steht auch hier ein Quadrat.

Ein Sprung hat drei Stationen — du setzt aber immer nur zwei davon gleich.

  • Station 1:Tiefster Punkt — dort steckt alles in der Spannenergie.
  • Station 2:Verlassen des Tuchs — dort steckt alles in der Bewegungsenergie.
  • Station 3:Höchster Punkt — dort steckt alles in der Lageenergie.
  • Freie Wahl:Alle drei sind gleich groß, du darfst je nach Frage zwei beliebige gleichsetzen.

Die Feder speichert beim Spannen Energie, die beim Loslassen ins Rollen des Aufziehautos übergeht — die Energie-Kästchen zeigen, wohin sie wandert.

Wie viel bewirkt die Feder?

Halte fest: Je mehr Energie im Speicher steckt, desto mehr kann er bewirken — doppelt so weit gespannt heißt viermal so viel Energie und viermal so weit gerollt. Am Ende ist keine Energie verschwunden: Alle Kästchen stecken in Boden und Luft. Die Kästchen sind Vergleichseinheiten, keine Joule.

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Allgemeine Hinweise

Erst quadrieren dann multiplizieren

In E = ½ · D · s² wird nur s quadriert: 0,5 · 3000 · 0,25 = 375 J. Wer 0,5 · 3000 · 0,50 tippt, erhält 750 J — das Doppelte.

Hier kürzt sich m nicht

In ½ · D · s² = m · g · h steht die Masse nur auf einer Seite. Deshalb kommt ein schwereres Kind bei gleicher Eindrücktiefe weniger hoch.

Drei Stationen zwei gleichsetzen

Tiefster Punkt (Spannenergie), Verlassen des Tuchs (Bewegungsenergie) und höchster Punkt (Lageenergie) tragen dieselbe Energie. Wähle je nach Frage zwei davon aus.

Aus dem Unterricht

Trampolinspringen in fünf Phasen

Hier kommt zum ersten Mal eine dritte Energieform ins Spiel — und trotzdem sind nie alle drei gleichzeitig groß.

Phase 1 ist der höchste Punkt des Sprungs, Phase 3 der tiefste Punkt im durchgedrückten Tuch, Phase 5 wieder der höchste Punkt.

Phase1 · oben2 · im Fallen3 · im Tuch4 · im Steigen5 · oben
Epotmaximalkleingleich Nullkleinmaximal
Ekingleich Nullmaximalgleich Nullmaximalgleich Null
Espanngleich Nullgleich Nullmaximalgleich Nullgleich Null

Die Erkenntnisse dazu

  • Drei Energieformen:Beim Trampolinspringen treten kinetische Energie, potenzielle Energie und Spannenergie auf.
  • Summe konstant:Die Formen werden ineinander umgewandelt, die Gesamtmenge an Energie bleibt gleich.
  • Ekin = 0:Am höchsten und am tiefsten Punkt der Springerin.
  • Espann maximal:Am tiefsten Punkt, weil die Federn dort am weitesten auseinandergezogen sind.
  • Beim Fallen:Potenzielle Energie wird in kinetische Energie umgewandelt.
Die entscheidende Stelle: Im tiefsten Punkt steht die Springerin einen Augenblick still, deshalb ist dort Ekin = 0 und die gesamte Energie steckt im gedehnten Tuch. Genau darum darf man beim Rechnen Epot,oben = Espann,unten setzen.

Unterrichtsmaterial „Der Energieerhaltungssatz“, Aufgaben 4 und 5

Videos zur Spannenergie