Aus zwei Paaren ähnlicher Dreiecke folgt die Gleichung, die g, b und f zugleich verbindet.
Zwei Strahlen liefern je ein Paar ähnlicher Dreiecke — daraus folgt eine Gleichung, die g, b und f zugleich verbindet.
Die Linsengleichung:
1 / f = 1 / g + 1 / b
g: Gegenstandsweite: Abstand Linsenmitte – Gegenstand (cm oder m).
b: Bildweite: Abstand Linsenmitte – Bild, in derselben Einheit wie g.
f: Brennweite der Linse — fest vorgegeben, unabhängig vom Aufbau.
: Sind zwei der drei Größen bekannt, ist die dritte bestimmt.
Nach der Bildweite aufgelöst liest man die drei Fälle direkt am Nenner ab.
Nach der Bildweite umgestellt:
b = g · f / (g − f)
g − f: Der Nenner entscheidet über den Bildtyp: positiv, null oder negativ.
b > 0: Reelles Bild hinter der Linse; je kleiner der Nenner, desto größer b.
b < 0: Virtuelles Bild, auf derselben Seite wie der Gegenstand.
Eine Kerze steht vor einer Sammellinse — Brennweite und Gegenstandsweite sind gegeben. Die Bildweite ergibt sich aus der Linsengleichung; erst „Prüfen“ zeigt, ob der Schirm an der berechneten Stelle ein scharfes Bild auffängt. Liegt hinter der Linse kein reelles Bild vor, lautet die Antwort „Kein reelles Bild“.
Halte fest: Der Schirm zeigt nur dann ein scharfes Bild, wenn er genau bei b = g·f/(g − f) steht — davor oder dahinter treffen die Strahlen (Parallelstrahl blau, Mittelpunktstrahl orange, Brennpunktstrahl grün) noch nicht oder nicht mehr in einem Punkt zusammen. Für g ≤ f gibt es hinter der Linse kein Bild, das ein Schirm auffangen könnte.
Drei Stellen, an denen es beim Rechnen mit der Linsengleichung regelmäßig schiefgeht:
1/f = 1/g + 1/b darf nicht zu f = g + b vereinfacht werden. Erst die Kehrwerte addieren, dann am Ende den Kehrwert bilden.
Gleiche Einheit für g, b und f — entweder alles in cm oder alles in m. Nur für die Brechkraft D = 1/f muss f in Metern stehen.
Ein negatives b ist ein Ergebnis, kein Fehler: Es meldet ein virtuelles Bild vor der Linse. Der Betrag ist der Abstand zur Linsenmitte.