Dasselbe Element, aber unterschiedlich schwere Kerne. Mit einer kurzen Schreibweise lässt sich jeder dieser Kerne eindeutig benennen.
Beide Kerne haben 2 Protonen — also sind beide Helium. Und trotzdem ist der rechte um die Hälfte schwerer.
Gleiche Protonenzahl, verschiedene Masse — dafür gibt es einen eigenen Begriff.
Isotope in drei Sätzen:
A = Z + N
Z — Protonenzahl: Legt das Element fest. Bei Isotopen ist sie gleich.
N — Neutronenzahl: Ist bei Isotopen verschieden — damit auch die Nukleonenzahl A.
Schreibweise: A oben links, Z unten links vor dem Symbol. So ist jeder Kern eindeutig benannt.
Isotope: Isotope haben gleiches Z, aber verschiedenes N. Sie sind dasselbe Element, verhalten sich chemisch gleich und stehen auf demselben Platz im Periodensystem.
Schreibweise: Ein Nuklid schreibt man \( {}^{A}_{Z}\mathrm{X} \). Die Neutronenzahl folgt aus \( N = A - Z \).
| Nuklid | A | Z | N |
|---|---|---|---|
| \(^{16}_{8}\mathrm{O}\) | 16 | 8 | 8 |
| \(^{17}_{8}\mathrm{O}\) | 17 | 8 | 9 |
| \(^{18}_{8}\mathrm{O}\) | 18 | 8 | 10 |
Auffällig: Bei leichten Kernen ist N ≈ Z, bei schweren überwiegen die Neutronen deutlich (Hg: 120 zu 80). Warum, klärt das nächste Unterkapitel.
Der Kern wird bei jeder Änderung neu gezeichnet, daneben entsteht die Notation mit A oben links und Z unten links. Oben rechts steht, ob es noch dasselbe Element ist, ob es dieses Nuklid überhaupt gibt und ob es stabil oder radioaktiv ist.
Halte fest: Achte auf den Unterschied: Verschiebst du nur die Neutronen, ändert sich die obere Zahl der Notation — das Elementsymbol bleibt stehen. Nimmst du dagegen ein Proton weg, springt das Symbol um: Du hast kein Isotop mehr, sondern ein anderes Element. Die Stabilitätsangabe ist für den Unterricht vereinfacht und deckt die Elemente bis Calcium ab.
Oben links steht A = Protonen plus Neutronen. N immer ausrechnen: \(^{35}_{17}\mathrm{Cl}\) hat 18 Neutronen, nicht 35.
Ändert sich Z, ist es ein anderes Element. Isotope unterscheiden sich nur in N.
Ein Isotop ist nicht automatisch radioaktiv: Viele Elemente haben stabile Isotope, z. B. O-16, O-17 und O-18. Instabil wird ein Kern erst bei ungünstigem N – das trifft auf die meisten bekannten Nuklide zu.