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Prognoseintervalle

Bevor gewürfelt wird, lässt sich schon sagen, wo die Trefferzahl sehr wahrscheinlich landet.

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Das Intervall um μ bauen

Ein Prognoseintervall sagt voraus, in welchem Bereich die Trefferzahl mit hoher Wahrscheinlichkeit liegen wird.

  • Prognoseintervall:kleinstes zu \(\mu\) symmetrisches Intervall \([\mu-c;\,\mu+c]\) mit \(P(\mu-c\le X\le\mu+c)\ge90\,\%\) bzw. \(95\,\%\).
  • Grafisch:Vom Erwartungswert aus links und rechts je eine Säule dazunehmen, bis die Summe die Sicherheit erreicht.
  • Tabellarisch:GTR Bcd mit Lower \(\mu-c\), Upper \(\mu+c\) für \(c=1,2,3,\dots\) — der erste Wert über der Grenze entscheidet.

Baue das Intervall Säule für Säule auf, bis die gewählte Sicherheit erreicht ist. Prüfe dann, ob es wirklich das kleinste symmetrische Intervall ist.

Prognoseintervall bauen

cIntervallP(μ − c ≤ X ≤ μ + c)

Halte fest: Man erweitert symmetrisch, bis die Wahrscheinlichkeit die Grenze zum ersten Mal erreicht. Das Intervall davor ist zu klein, jedes größere nicht mehr das kleinste.

Merke

Prognoseintervall: Das kleinste zu \(\mu\) symmetrische Intervall \([\mu-c;\,\mu+c]\) mit \(P(\mu-c\le X\le\mu+c)\ge90\,\%\) bzw. \(95\,\%\).

Bestimmen: Man erweitert symmetrisch um \(\mu\), grafisch Säule für Säule, tabellarisch mit \(c=1,2,3,\dots\), bis die Wahrscheinlichkeit die Grenze zum ersten Mal erreicht.

Aussage: Es sagt voraus, in welchem Bereich die Trefferzahl mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt.

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Im Sachkontext deuten

Das Prognoseintervall macht eine Aussage über zukünftige Stichproben, wenn \(p\) bekannt ist.

Merke

95 %-Prognoseintervall: kleinstes \([\mu-c;\,\mu+c]\) mit \(P(\mu-c\le X\le\mu+c)\ge0{,}95\)

Deutung: Mit mindestens 95 % Wahrscheinlichkeit liegt die Trefferzahl einer künftigen Stichprobe im Intervall, wenn \(p\) bekannt ist.

Relativ: Teilt man durch \(n\), erhält man den Anteilsbereich.

Größeres n: Das Intervall der Anteile wird enger.

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Allgemeine Hinweise

Nicht über 95 % hinausbauen

Ist die Grenze erreicht, wird nicht weiter erweitert — das kleinste passende Intervall ist gesucht.

Beide Nachbarwerte angeben

Zur Begründung gehören zwei Wahrscheinlichkeiten: die für das Intervall (über der Grenze) und die für das nächstkleinere (darunter).

Prognose, keine Garantie

Auch außerhalb des Intervalls kann die Trefferzahl liegen — nur eben mit weniger als 5 % Wahrscheinlichkeit.

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