MINT üben

Kausal oder nur statistisch?

Anteile rechnen ist leicht — Ursachen behaupten ist gefährlich. Drittvariablen, Wirkungsrichtung und Experiment.

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Übungsaufgaben

Dreißig Übungen zum Klicken, Ziehen, Rechnen und Knobeln — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps.

A1
Befund oder Ursache?
AFB I

Gib alle richtigen Aussagen über stochastische und kausale Abhängigkeit an.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Der Kernfehler ist der Schluss von „tritt häufiger gemeinsam auf“ auf „bewirkt“. Die Produktregel ist symmetrisch und kennt keine Richtung; eine Drittvariable erzeugt gerade eine stochastische Abhängigkeit, sie beseitigt sie nicht.
Frage: Was kann eine Rechnung mit Anteilen zeigen — und was nicht?Sie zeigt Zusammenhänge, keine Ursachen.
Hilfe: Nur zwei Aussagen sind falsch.
A2
Stimmt's? — Feuerwehreinsätze
AFB I

Bei Bränden mit vielen Einsatzkräften entsteht häufiger ein großer Schaden als bei Bränden mit wenigen. Entscheide jeweils, ob die Aussage stimmt.

Fünf Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Am häufigsten wird die Richtung „vom Befund zur Ursache“ falsch gedacht. Bei den Feuerwehreinsätzen ist die Brandgröße die Drittvariable: Große Brände rufen viele Kräfte und verursachen große Schäden.
Frage: Gibt es etwas, das beide Merkmale zugleich beeinflusst?Denke an die Ursache des Einsatzes.
Hilfe: Ein großer Brand braucht viele Kräfte — und richtet viel Schaden an.
A3
Lückentext: vom Befund zur Ursache
AFB I

Beschreibe den Unterschied zwischen stochastischer und kausaler Abhängigkeit — ein Wort bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Die Produktregel prüft nur in Daten. Tritt \(B\) unter \(A\) häufiger auf als unter \(\overline A\), sind \(A\) und \(B\) stochastisch . Ob \(A\) die von \(B\) ist, lässt sich damit nicht entscheiden. Oft steckt eine dahinter, die beide Merkmale beeinflusst. Belegen kann man eine Wirkung nur mit einem , bei dem die Gruppen zufällig eingeteilt werden, oder mit einem fachlichen Mechanismus.

„Umfrage“ bleibt übrig: Eine Umfrage liefert nur Beobachtungsdaten — auch eine sehr große Umfrage kann Drittvariablen nicht ausschließen. Genau das wird oft übersehen.
Idee: Erst der Befund (rechnen), dann die Deutung (Ursache?), dann der Beleg.So ist der Text aufgebaut.
Hilfe: Zufällige Einteilung verteilt mögliche Drittvariablen gleichmäßig auf die Gruppen.