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Stetigkeit

Zwei Formeln, ein Graph — und an der Nahtstelle entscheidet eine einzige Zahl, ob er reißt.

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Sprung oder kein Sprung

Eine abschnittsweise definierte Funktion setzt sich aus Termen zusammen, die an einer Nahtstelle \(x_0\) aneinanderstoßen. Stetig heißt: Dort gibt es keinen Sprung.

  • Schreibweise:\(f(x)=\begin{cases} g(x), & x<x_0\\ h(x), & x\ge x_0\end{cases}\)
  • Linksseitig:Wert, dem sich \(f(x)\) für \(x\to x_0\) von links nähert — hier \(g(x_0)\).
  • Rechtsseitig:Wert von rechts — hier \(h(x_0)\), zugleich der Funktionswert \(f(x_0)\).
  • Stetig in \(x_0\):beide Werte stimmen überein; anschaulich: den Graphen ohne Absetzen des Stifts zeichnen.
  • Sprungstelle:links- und rechtsseitiger Wert verschieden.

Baue das rechte Stück \(h(x)=m\cdot x+b\) aus den Bausteinen für \(m\) und \(b\) so, dass an der Nahtstelle kein Sprung entsteht. Finde je Auftrag drei verschiedene stetige Anschlüsse.

Anschluss bauen

Halte fest: Stetig ist der Anschluss genau dann, wenn \(h(x_0)=g(x_0)\) gilt. Das ist nur eine Bedingung für zwei Bausteine — deshalb gibt es viele stetige Anschlüsse.

Merke

Abschnittsweise Funktion: \(f(x)=\begin{cases} g(x), & x<x_0\\ h(x), & x\ge x_0\end{cases}\) mit Nahtstelle \(x_0\).

Stetig: In \(x_0\) gibt es keinen Sprung: links- und rechtsseitiger Wert stimmen überein; anschaulich zeichnet man ohne Absetzen.

Sprungstelle: Links- und rechtsseitiger Wert sind verschieden.

Bedingung: Stetig genau dann, wenn \(h(x_0)=g(x_0)\) gilt.

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Stetigkeit rechnerisch herstellen

Ganzrationale Funktionen, e- und Sinusfunktionen sind überall stetig. Prüfen muss man nur die Nahtstelle — dort genügt Einsetzen.

Merke

Stetig in \(x_0\): \(\lim\limits_{x\to x_0^-} f(x)=\lim\limits_{x\to x_0^+} f(x)=f(x_0)\).

Überall stetig: Ganzrationale Funktionen, e- und Sinusfunktionen.

Nahtstelle: Nur sie muss geprüft werden: Einsetzen und beide Seiten gleichsetzen.

Beispiel: \(x^2+a\) und \(3x-1\) bei \(x_0=2\): \(4+a=5\), also \(a=1\).

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Allgemeine Hinweise

Nur die Nahtstelle

Innerhalb der Abschnitte sind die Terme stetig. Die Frage „stetig?“ entscheidet sich allein an \(x_0\).

Welcher Term gilt in x₀?

Das Zeichen \(\le\) oder \(\ge\) sagt, zu welchem Stück der Funktionswert \(f(x_0)\) gehört — nicht einfach den linken Term nehmen.

Stetig ist nicht glatt

Ein Knick ist erlaubt: Auch \(|x|\) ist bei \(0\) stetig. Ob der Übergang glatt ist, klärt erst die Ableitung.

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