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Stochastik

Zehn gemischte Aufgaben aus Kapitel 6 auf dem Anforderungsbereich II — Kennzahlen und Darstellungen verknüpfen.

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II

Übungsaufgaben — AFB II

Zehn gemischte Aufgaben auf dem Anforderungsbereich II: Bekanntes wird verknüpft — zwei Kennzahlen, zwei Darstellungen oder Hin- und Rückrichtung einer Formel. Fünf interaktive Applets wechseln sich mit fünf Textaufgaben ab, die alle gestufte Hilfen und eine ausführliche Lösung anbieten.

A1Von der Urliste zur KennzahlAFB II

In einer Umfrage unter \(n = 25\) Personen wurde die Anzahl der Geschwister erfasst. Die absoluten Häufigkeiten lauten \(H(0)=5\), \(H(1)=9\), \(H(2)=6\), \(H(3)=3\), \(H(4)=2\).

Berechnen Sie für jede Zeile die relative Häufigkeit in Prozent und das Produkt \(x \cdot H(x)\). Die Produktspalte brauchen Sie anschließend für das arithmetische Mittel.

Trage in jeder Zeile beide Werte ein. Den Prozentsatz ohne das Zeichen %.
Geschwisterzahl xh(x) in %x · H(x)
0
1
2
3
4
Die Prozentwerte ergeben zusammen 100 %, die Produktspalte ergibt zusammen \(0+9+12+9+8 = 38\). Daraus folgt \(\bar x = \dfrac{38}{25} = 1{,}52\) Geschwister. Bei Daten in einer Häufigkeitstabelle rechnet man also nicht \(\tfrac{0+1+2+3+4}{5}=2\) — jeder Wert muss so oft zählen, wie er vorkommt.
A2Mittelwert aus KlassenmittenAFB II

Bei 30 Fahrten wurde die Fahrzeit zur Schule erfasst und klassiert, \([t] = \mathrm{min}\):

[0; 10[: 4 Fahrten · [10; 20[: 9 Fahrten · [20; 30[: 12 Fahrten · [30; 40[: 5 Fahrten

Bestimmen Sie die Klassenmitte der dritten Klasse und daraus den Näherungswert für das arithmetische Mittel.

Nach dem Klassieren kennt man die einzelnen Messwerte nicht mehr. Man tut so, als läge jeder Wert genau in der Mitte seiner Klasse.
Die vier Klassenmitten sind 5; 15; 25; 35 min. Jede zählt so oft, wie ihre Klasse Werte enthält.
\(\bar x \approx \dfrac{4\cdot 5 + 9\cdot 15 + 12\cdot 25 + 5\cdot 35}{30}\).
Lösung anzeigen

Klassenmitten: 5; 15; 25; 35 min.

\(4\cdot 5 + 9\cdot 15 + 12\cdot 25 + 5\cdot 35 = 20 + 135 + 300 + 175 = 630\).

\(\bar x \approx \dfrac{630}{30} = 21\,\mathrm{min}\).

Das Ergebnis ist ein Näherungswert. Der wahre Mittelwert der 30 Einzelwerte kann davon abweichen — er lässt sich aus der klassierten Tabelle grundsätzlich nicht mehr exakt zurückgewinnen.

A3Rechenkette: von der Urliste zur StandardabweichungAFB II

Fünf Messungen der Zimmertemperatur ergaben \([\vartheta] = {}^{\circ}\mathrm{C}\): 3; 8; 5; 10; 4 (Abweichungen vom Sollwert, deshalb kleine Zahlen).

Berechnen Sie Schritt für Schritt Mittelwert, Varianz und Standardabweichung.

Rechne die Kette Schritt für Schritt. Enter prüft. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
  1. Summe aller Messwerte
  2. Arithmetisches Mittel \(\bar x\)
  3. Summe der quadrierten Abweichungen \(\sum (x_i-\bar x)^2\)
  4. Empirische Varianz \(s^2\)
  5. Empirische Standardabweichung \(s\), auf zwei Nachkommastellen
Abweichungen: \(-3;\;2;\;-1;\;4;\;-2\). Quadriert: \(9;\;4;\;1;\;16;\;4\), zusammen 34. Also \(s^2 = \tfrac{34}{5} = 6{,}8\) und \(s = \sqrt{6{,}8} \approx 2{,}61\). Wer die Abweichungen ohne Quadrat addiert, erhält immer 0 — das ist keine Rechenpanne, sondern eine Eigenschaft des Mittelwerts und genau der Grund, warum quadriert wird.
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