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Diagramme veranschaulichen die Ergebnisse einer Stichprobe. Beispiel: 40 Deutsche, 20 Franzosen und 60 Schweden, zusammen \(n=120\).
- Merkmal:die erhobene Eigenschaft — hier die Staatsangehörigkeit.
- Merkmalsausprägung:ein möglicher Wert — hier „deutsch“, „französisch“ oder „schwedisch“.
- Absolute Häufigkeit \(H\):Anzahl der Personen mit dieser Ausprägung; \([H]=1\).
- Umfang \(n\):Anzahl aller Personen; hier \(n=120\).
- Anteil \(h\):\(h=\dfrac{H}{n}\), z. B. \(\tfrac{40}{120}=\tfrac13\), \(\tfrac{20}{120}=\tfrac16\), \(\tfrac{60}{120}=\tfrac12\).
- Zwei Wege:das Säulendiagramm übersetzt \(H\) in eine Höhe, das Kreisdiagramm \(h\) in einen Winkel.
Merkmal: Die erhobene Eigenschaft; ihre möglichen Werte heißen Merkmalsausprägungen.
Absolute Häufigkeit: \(H\) ist die Anzahl mit einer Ausprägung, \(n\) der Umfang aller.
Anteil: \(h=\dfrac{H}{n}\).
Zwei Wege: Das Säulendiagramm zeigt \(H\) als Höhe, das Kreisdiagramm \(h\) als Winkel.
Das Säulendiagramm zeichnen
Die Höhe jeder Säule entspricht der Häufigkeit der Ausprägung. Alles Weitere ist Handwerk.
- Senkrechte Achse:Häufigkeit \(H\) mit gleichmäßiger Skala, z. B. 0, 20, 40, 60 und Zwischenstriche.
- Nulllinie:alle Säulen beginnen bei 0 — sonst täuscht der Höhenvergleich.
- Waagerechte Achse:Namen der Ausprägungen mit Markierungsstrich, keine Zahlenskala.
- Gleiche Breite:gleich breite Säulen mit gleichen Abständen.
- Reihenfolge:bei Ausprägungen ohne Rangfolge frei wählbar, z. B. nach Höhe sortiert.
- Kontrolle:Summe der Säulenhöhen: \(40+60+20=120=n\).
Säulendiagramm: Die Höhe der Säule entspricht der Häufigkeit \(H\).
Senkrechte Achse: Gleichmäßige Skala, alle Säulen beginnen bei 0.
Waagerechte Achse: Namen der Ausprägungen; Säulen gleich breit mit gleichen Abständen.
Kontrolle: Die Säulenhöhen ergeben zusammen \(n\).
Vom Anteil zum Mittelpunktswinkel
Beim Kreisdiagramm bekommt jede Ausprägung einen Kreisausschnitt. Sein Winkel am Mittelpunkt ist derselbe Anteil am Vollwinkel \(360^\circ\).
- Vollwinkel:der ganze Kreis steht für den Umfang \(n\), also für \(360^\circ\).
- Einheit:\([\alpha]=1^\circ\).
- Deutsche:\(\tfrac{40}{120}\cdot360^\circ=\tfrac13\cdot360^\circ=120^\circ\).
- Schweden:\(\tfrac{60}{120}\cdot360^\circ=\tfrac12\cdot360^\circ=180^\circ\).
- Franzosen:\(\tfrac{20}{120}\cdot360^\circ=\tfrac16\cdot360^\circ=60^\circ\).
- Kontrolle:\(120^\circ+180^\circ+60^\circ=360^\circ\).
- Zeichnen:Startlinie senkrecht nach oben, Winkel mit dem Geodreieck im Uhrzeigersinn abtragen, Sektoren beschriften.
Mittelpunktswinkel: Der Winkel eines Sektors ist derselbe Anteil am Vollwinkel.
\(\alpha=\dfrac{H}{n}\cdot360^\circ\)
Kontrolle: Alle Winkel ergeben zusammen \(360^\circ\).
Zeichnen: Startlinie senkrecht nach oben, Winkel mit dem Geodreieck im Uhrzeigersinn abtragen, Sektoren beschriften.
Welches Diagramm wann?
Beide Diagramme enthalten dieselben Zahlen, betonen aber Verschiedenes. Wähle nach der Frage, die du beantworten willst.
- Säulendiagramm:Häufigkeiten direkt vergleichen, auch bei vielen Ausprägungen.
- Kreisdiagramm:Anteile am Ganzen zeigen, am besten bei drei oder vier Ausprägungen.
- Bedingung:für ein Kreisdiagramm müssen sich die Teile zum Ganzen ergänzen — Tagestemperaturen tun das nicht.
- Beispiel:„Wie viele Schweden mehr?“ zeigt die Säule: \(60-40=20\). „Mehrheit?“ zeigt der Kreis: genau \(180^\circ\), also keine Mehrheit.
- Beschriftung:Achsen, Skala, Sektornamen und bei echten Daten Quelle und Umfang angeben.
Säulendiagramm: Es vergleicht Häufigkeiten direkt, auch bei vielen Ausprägungen.
Kreisdiagramm: Es zeigt Anteile am Ganzen, am besten bei drei oder vier Ausprägungen.
Bedingung: Ein Kreisdiagramm ist nur sinnvoll, wenn sich alle Teile zu 100 % ergänzen.
Beschriftung: Achsen, Skala, Sektornamen und bei echten Daten Quelle und Umfang angeben.
Stelle die absoluten Häufigkeiten für bis zu fünf AGs ein. Umfang, Anteile und Mittelpunktswinkel entstehen live mit. Du kannst den Regler, das Zahlenfeld oder direkt den Kreis benutzen.
| Arbeitsgemeinschaft | Regler | H | Anteil | Winkel |
|---|---|---|---|---|
| Fußball | — | — | ||
| Volleyball | — | — | ||
| Klettern | — | — | ||
| Schwimmen | — | — | ||
| Tanzen | — | — |
Bedienung mit der Tastatur: mit Tab zu einem Regler oder in den Kreis springen. Auf einem Regler und auf einem Sektor ändern ← und → beziehungsweise ↑ und ↓ die Häufigkeit um 1. Enter auf einem Sektor liest Häufigkeit, Anteil und Winkel vor; im Zahlenfeld übernimmt Enter den eingetippten Wert.
Umfang n: 24. Gewählte AGs: 5. Verstelle einen Regler, um zu sehen, wie sich der Kreis teilt. Kontrolle, Summe aller Mittelpunktswinkel: 360°
Halte fest: Ändert sich ein einziges \(H\), ändern sich alle Winkel, weil auch \(n\) wächst. Die Winkelsumme bleibt \(360^\circ\).
Allgemeine Hinweise
Achse bei null
Beginnt die senkrechte Achse bei 30, wirken Unterschiede vielfach größer. Alle Säulen starten bei 0.
Winkelsumme prüfen
Addiere alle Mittelpunktswinkel. Weicht die Summe um mehr als Rundung von \(360^\circ\) ab, steckt ein Fehler drin.
Erst kürzen
Aus \(\tfrac{40}{120}=\tfrac13\) liest du \(120^\circ\) direkt ab. So brauchst du oft keinen Taschenrechner.
Videos
Erst mit dem Klick auf Abspielen wird das Video von YouTube geladen — vorher geht keine Anfrage dorthin.
