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Synthesewege planen

Aus Erdgas und Ethen werden Duftstoffe und Lösemittel — wenn man die richtigen Reaktionen hintereinander schaltet.

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Stoffklassen verknüpfen

Die Reaktionstypen lassen sich hintereinanderschalten: Das Produkt der einen Stufe ist das Edukt der nächsten. So entsteht ein Syntheseweg.

Ziehe jede Reagenzkarte auf den Pfeil, dessen Umwandlung sie bewirkt. Tastatur: Tab zur Karte, dann 1–8 für die Pfeilnummer (oder →/← durch die Pfeile wandern, 0 legt zurück). Eine Karte passt nirgends. Prüfe mit dem Knopf im Balken.

Reagenzien für den Syntheseplan

Halte fest: Jeder Pfeil steht für einen Reaktionstyp mit eigenem Reagenz und eigenen Bedingungen — schon „Licht“ statt „Dunkelheit“ oder „CuO“ statt „MnO₄⁻“ entscheidet über das Produkt.

  • Stufe:eine Reaktion, die eine funktionelle Gruppe umwandelt — das C-Gerüst bleibt dabei hier erhalten.
  • Pfeilnotation:Reagenz über den Pfeil, Bedingungen (Katalysator, Licht, Temperatur) unter den Pfeil.
  • Oxidationsleiter:primärer Alkohol → Aldehyd → Carbonsäure; sekundärer Alkohol → Keton; tertiärer Alkohol: keine milde Oxidation.
  • Einstieg:Alkene reagieren gezielt an der Doppelbindung; Alkane nur radikalisch und oft unselektiv.
Merke

Syntheseweg: Reaktionen hintereinander: Das Produkt einer Stufe ist das Edukt der nächsten.

Pfeilnotation: Reagenz über dem Pfeil, Bedingungen (Katalysator, Licht, Temperatur) darunter; sie entscheiden über das Produkt.

Oxidationsleiter: Primärer Alkohol → Aldehyd → Carbonsäure; sekundärer Alkohol → Keton; tertiärer: keine milde Oxidation.

Einstieg: Alkene reagieren gezielt an der Doppelbindung, Alkane nur radikalisch und unselektiv.

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Rückwärts planen

In der Praxis ist das Zielmolekül bekannt, der Weg nicht. Man plant deshalb rückwärts (Retrosynthese, Pfeil \(\Rightarrow\)).

  • 1. Ziel analysieren:Welche funktionelle Gruppe, wie viele C-Atome, welche Bausteine (z. B. Säure- und Alkoholteil eines Esters)?
  • 2. Vorstufe suchen:Aus welcher Stoffklasse entsteht diese Gruppe in einer Stufe?
  • 3. Wiederholen:bis ein gut verfügbarer Ausgangsstoff erreicht ist, z. B. Ethen oder Cyclohexan.
  • Beispiel:Ethylethanoat \(\Rightarrow\) Ethansäure + Ethanol; Ethansäure \(\Rightarrow\) Ethanal \(\Rightarrow\) Ethanol \(\Rightarrow\) Ethen.
Merke

Gesamtausbeute einer mehrstufigen Synthese: \(\eta_{\text{ges}} = \eta_1 \cdot \eta_2 \cdot \ldots \cdot \eta_n\)

Retrosynthese: Vom Zielmolekül rückwärts planen (Pfeil \(\Rightarrow\)): Gruppe analysieren, Vorstufe suchen, wiederholen bis zu einem gut verfügbaren Ausgangsstoff.

Folge: Jede Stufe kostet Ausbeute; die Gesamtausbeute sinkt mit der Stufenzahl.

Guter Weg: Wenige Stufen, selektive Reaktionen, hohe Atomökonomie, milde Bedingungen.

  • Folge:drei Stufen mit je 80 % ergeben nur \(0{,}8^3 \approx 51\,\%\) — jede Stufe kostet.
  • Guter Weg:wenige Stufen, selektive Reaktionen, hohe Atomökonomie, milde Bedingungen und möglichst ungefährliche Stoffe.
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Allgemeine Hinweise

Oxidation nicht zu weit treiben

Ein starkes Oxidationsmittel im Überschuss führt einen primären Alkohol über den Aldehyd hinaus bis zur Carbonsäure. Soll der Aldehyd entstehen: mildes Oxidationsmittel und Produkt sofort abdestillieren.

Alkane sind ein schlechter Start

Die radikalische Substitution liefert Gemische aus Isomeren und Mehrfachprodukten. Brauchbar ist sie vor allem, wenn alle H-Atome gleichwertig sind, z. B. bei Cyclohexan.

Jede Stufe vollständig notieren

Zu jedem Pfeil gehören Edukt, Produkt, Reagenz, Bedingungen und Reaktionstyp. Erst dann ist ein Syntheseplan prüfbar.

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