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Halogenkohlenwasserstoffe

Ein Fluoratom macht ein Molekül polarer als ein Iodatom — warum siedet das Iodalkan dann über 100 Grad höher?

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Halogen statt Wasserstoff

Das Halogenatom stand schon in der Liste der funktionellen Gruppen. Ersetzt man in einem Alkan H-Atome durch Halogenatome, entstehen Halogenalkane.

  • Halogenalkane R–X:ein oder mehrere H-Atome durch F, Cl, Br oder I ersetzt.
  • Name:Halogen als Vorsilbe mit Positionsnummer, Substituenten alphabetisch: 2-Brom-2-methylpropan, 1,2-Dichlorethan.
  • Einteilung:primär, sekundär oder tertiär — nach der Zahl der C-Nachbarn des C-Atoms, das X trägt (wie bei den Alkanolen).
  • Beispiele:Trichlormethan (Chloroform), Halothan (Narkosemittel), FCKW wie CCl₂F₂ (früher Kältemittel).
Merke

Monohalogenalkane: \(\ce{C_{n}H_{2n+1}X}\) (X = F, Cl, Br, I)

Halogenalkane: Alkane, in denen H-Atome durch F, Cl, Br oder I ersetzt sind (R–X).

Name: Halogen als Vorsilbe mit Positionsnummer, Substituenten alphabetisch (2-Brom-2-methylpropan).

Einteilung: Primär, sekundär oder tertiär nach der Zahl der C-Nachbarn des C-Atoms, das X trägt.

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Was die Siedetemperatur bestimmt

Stelle mit den Reglern die Kettenlänge und das Halogenatom ein — oder klicke auf das Halogenatom im Molekül (Tastatur: Tab, dann Enter oder ←/→). Die Thermometer vergleichen die Siedetemperatur mit dem Alkan gleicher Kettenlänge.

Siedetemperaturen der 1-Halogenalkane

Halte fest: Die C–F-Bindung ist am polarsten, trotzdem sieden die Fluoralkane am niedrigsten. Entscheidend sind die Van-der-Waals-Kräfte — sie wachsen mit Elektronenzahl und Größe des Moleküls.

  • C–X-Bindung:polar (δ+ am C-Atom), die Polarität nimmt von F nach I ab.
  • Van-der-Waals-Kräfte:dominieren — große Halogenatome mit vielen Elektronen sind leicht polarisierbar.
  • Siedetemperatur:steigt mit der Kettenlänge und von F über Cl und Br nach I.
  • Löslichkeit:kaum in Wasser (keine Wasserstoffbrücken), gut für Fette und Öle; Dichte oft über 1 g/cm³.
  • Umwelt:FCKW zerstören die Ozonschicht, viele Halogenalkane sind giftig und schwer abbaubar.
Merke

C–X-Bindung: Polar mit δ+ am C-Atom; die Polarität nimmt von F nach I ab.

Siedetemperatur: Entscheidend sind die Van-der-Waals-Kräfte: Sie steigt mit der Kettenlänge und von F über Cl und Br nach I.

Löslichkeit: Kaum in Wasser, gut für Fette und Öle.

Umwelt: FCKW zerstören die Ozonschicht.

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Allgemeine Hinweise

Polar heißt nicht hoch siedend

Die C–F-Bindung ist am polarsten, Fluoralkane sieden trotzdem am niedrigsten. Vergleichen Sie zuerst Elektronenzahl und Molekülgröße.

Kleinste Nummern, dann Alphabet

Halogen- und Alkylsubstituenten sind gleichrangig: kleinstmögliche Positionsnummern, Reihenfolge im Namen alphabetisch (2-Chlor-3-methyl…).

Iod mit I

Fachsprachlich heißt es Iod und Iodmethan, Symbol I — die Schreibweise „Jod“ ist veraltet.

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