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Sauerstoff- und Säurekorrosion

Eine Betonbrücke und eine Messreihe zum pH-Wert — wann der Sauerstoff, wann die Säure den Stahl angreift.

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Rost im Stahlbeton

AFB I–II

Im frischen Beton ist das Porenwasser durch Calciumhydroxid stark basisch (pH ≈ 12,5). Der Bewehrungsstahl bildet dort eine dünne, dichte Oxidschicht und ist „passiviert“. Kohlenstoffdioxid aus der Luft dringt jedoch langsam ein und „carbonatisiert“ den Beton, wobei der pH-Wert auf etwa 9 sinkt. Erreicht die Carbonatisierungsfront den Stahl, beginnt er zu rosten. Gemessen wurde die Carbonatisierungstiefe \(x\) an Bohrkernen einer Brücke:

Alter in Jahren1491625
x in mm3691215

Die Betondeckung über dem Stahl beträgt 30 mm. Rost nimmt etwa das 2- bis 3-fache Volumen des Eisens ein.

  1. Nennen Sie die Korrosionsart, die am Bewehrungsstahl nach der Carbonatisierung abläuft, und formulieren Sie die Teilgleichungen an Anoden- und Kathodenstelle.
  2. Formulieren Sie die Reaktionsgleichung der Carbonatisierung und erklären Sie damit den Abfall des pH-Werts.
  3. Werten Sie die Messwerte aus und berechnen Sie, nach wie vielen Jahren die Carbonatisierung den Stahl erreicht.
  4. Beurteilen Sie, warum Brücken mit Streusalzbelastung oft schon nach 20–30 Jahren Betonabplatzungen zeigen.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
pH ≈ 9, Luft in den Poren.
Hinweis zu Aufgabe b)
Calciumhydroxid reagiert mit CO₂.
Hinweis zu Aufgabe c)
x gegen √t betrachten.
Hinweis zu Aufgabe d)
Chlorid und Rostvolumen.