Der Aufbau des Mikroskops
Ein Lichtmikroskop vergrößert mit zwei Linsen hintereinander. Das Licht muss durch das Objekt hindurchgehen.
- Okular:Linse, durch die du schaust; meist 10-fach.
- Objektive:sitzen am drehbaren Objektivrevolver; meist 4-, 10- und 40-fach.
- Objekttisch:trägt den Objektträger, Klemmen halten ihn fest.
- Lampe und Blende:Das Licht durchstrahlt das Präparat von unten; die Blende regelt Helligkeit und Kontrast.
- Grob- und Feintrieb:verändern den Abstand zwischen Objektiv und Präparat — so stellst du scharf.
- Tubus und Stativ:Der Tubus verbindet Okular und Objektiv; Stativ und Fuß tragen alles.
Lichtmikroskop: Es vergrößert mit zwei Linsen hintereinander; das Licht muss durch das Objekt hindurchgehen.
Linsen: Das Okular (meist 10-fach) ist die Linse zum Hineinschauen; die Objektive (meist 4-, 10-, 40-fach) sitzen am Objektivrevolver.
Beleuchtung: Die Lampe durchstrahlt das Präparat auf dem Objekttisch; die Blende regelt Helligkeit und Kontrast.
Scharfstellen: Grob- und Feintrieb verändern den Abstand zwischen Objektiv und Präparat.
Vergrößern und scharfstellen
Die beiden Linsen vergrößern nacheinander — deshalb werden ihre Vergrößerungen multipliziert.
- Gesamtvergrößerung:Okular 10-fach und Objektiv 40-fach ergeben 10 · 40 = 400-fach.
- Ausschnitt:Je stärker die Vergrößerung, desto kleiner der sichtbare Ausschnitt und desto dunkler das Bild.
- Reihenfolge:Mit dem kleinsten Objektiv beginnen, Objekt suchen und in die Mitte schieben, dann zum nächstgrößeren wechseln.
- Scharfstellen:Grobtrieb nur beim kleinsten Objektiv, danach nur noch den Feintrieb benutzen.
- Bildlage:Das Bild steht auf dem Kopf und ist seitenverkehrt: Schiebst du das Präparat nach links, wandert das Bild nach rechts.
Gesamtvergrößerung: Die beiden Linsen vergrößern nacheinander, daher werden ihre Vergrößerungen multipliziert.
\( V_{\text{gesamt}} = V_{\text{Okular}} \cdot V_{\text{Objektiv}} \)
Ausschnitt: Je stärker die Vergrößerung, desto kleiner der sichtbare Ausschnitt und desto dunkler das Bild.
Mikroskopieren: Mit dem kleinsten Objektiv beginnen; den Grobtrieb nur dort benutzen, danach nur den Feintrieb. Das Bild steht auf dem Kopf und ist seitenverkehrt.
Wähle Objektiv und Okular, stelle mit dem Feintrieb scharf und regle mit der Blende die Helligkeit. Rechts siehst du, was im Okular erscheint: Zellen eines Zwiebelhäutchens.
Halte fest: Die Gesamtvergrößerung ist das Produkt aus Okular- und Objektivvergrößerung. Beim Wechsel zu einem stärkeren Objektiv wird der Ausschnitt kleiner und das Bild dunkler — mit dem Feintrieb nachschärfen, mit der Blende nachregeln.
Allgemeine Hinweise
Objektiv nicht aufs Präparat
Beim Hochdrehen des Tisches von der Seite zuschauen. Das 40er-Objektiv kommt dem Deckglas sehr nahe und kann es zerbrechen.
Vom Kleinen zum Großen
Mit dem 4er-Objektiv findest du das Objekt, mit dem 10er und 40er siehst du Einzelheiten. Wer gleich mit 40-fach startet, sucht lange.
Stärker heißt nicht mehr
400-fach bedeutet: Du siehst weniger, aber größer. Um viele Zellen zu überblicken, ist eine kleine Vergrößerung besser.
