Vom Keim zum Kind
Nach der Einnistung wächst das Kind etwa neun Monate lang in der Gebärmutter heran.
- Dauer:Etwa 40 Wochen. Die Schwangerschaftswochen (SSW) zählt man ab dem ersten Tag der letzten Menstruation.
- Embryo:So heißt das Kind bis etwa zur 10. SSW. In dieser Zeit werden alle Organe angelegt, schon in der 6. SSW schlägt das Herz.
- Fetus:Ab etwa der 11. SSW. Jetzt wächst das Kind vor allem und seine Organe reifen.
- Plazenta:Der Mutterkuchen. Hier gehen Sauerstoff und Nährstoffe vom Blut der Mutter ins Blut des Kindes über, Abfallstoffe in umgekehrter Richtung. Das Blut der beiden vermischt sich nicht.
- Nabelschnur:Verbindet das Kind mit der Plazenta.
- Fruchtblase:Mit Fruchtwasser gefüllt. Sie schützt das Kind vor Stößen und hält es warm.
Schwangerschaft: Sie dauert etwa 40 Wochen; die Wochen zählt man ab der letzten Menstruation.
Embryo und Fetus: Bis etwa zur 10. Woche heißt das Kind Embryo (Organe werden angelegt), danach Fetus (Wachstum, Reifung).
Versorgung: Über die Plazenta gehen Sauerstoff und Nährstoffe ins Blut des Kindes über; die Nabelschnur verbindet Kind und Plazenta.
Fruchtblase: schützt mit Fruchtwasser vor Stößen.
Wähle eine Schwangerschaftswoche und miss wie eine Frauenärztin im Ultraschallbild: Ziehe die beiden gelben Messpunkte (auch mit Pfeiltasten) auf den Scheitel und den Steiß des Kindes und übernimm den Messwert.
Halte fest: Das Kind wächst am Anfang langsam, dann immer schneller. Zwischen der 8. und der 28. SSW wird es etwa 16-mal so lang — und tausendmal so schwer.
Die Geburt
Am Ende der Schwangerschaft liegt das Kind meist mit dem Kopf nach unten. Die Geburt läuft in drei Abschnitten ab.
- Wehen:Die Muskeln der Gebärmutter ziehen sich regelmäßig zusammen — erst im Abstand von Minuten, dann immer häufiger.
- Eröffnungsphase:Der Muttermund öffnet sich auf etwa 10 cm. Meist platzt die Fruchtblase, das Fruchtwasser läuft ab.
- Austreibungsphase:Mit kräftigen Presswehen wird das Kind durch die Scheide nach außen geschoben — meist mit dem Kopf voran.
- Nachgeburtsphase:Die Plazenta löst sich und wird als Nachgeburt ausgestoßen.
- Abnabeln:Die Nabelschnur wird durchtrennt — das tut nicht weh. Das Baby atmet jetzt selbst. Vom Nabelschnurrest bleibt der Bauchnabel.
Geburt: Sie läuft in drei Abschnitten ab: Eröffnungsphase, Austreibungsphase, Nachgeburtsphase.
Wehen: Die Gebärmuttermuskeln ziehen sich regelmäßig zusammen.
Eröffnung: Der Muttermund öffnet sich auf etwa 10 cm, die Fruchtblase platzt.
Austreibung: Presswehen schieben das Kind nach außen; danach wird die Plazenta ausgestoßen und die Nabelschnur durchtrennt.
Allgemeine Hinweise
Kein Schutzfilter
Alkohol, Nikotin und manche Medikamente gelangen über die Plazenta zum Kind und können ihm schaden. Schwangere sollten ganz darauf verzichten.
SSW richtig zählen
Die Befruchtung liegt etwa zwei Wochen nach dem Beginn der letzten Menstruation. In der „3. SSW“ ist das Kind also erst wenige Tage alt.
Das Blut bleibt getrennt
In der Plazenta liegen die Blutgefäße von Mutter und Kind dicht nebeneinander. Stoffe wandern hinüber — das Blut selbst mischt sich nicht.
