Eine Flussdichte messbar machen
AFB I–IIIm Praktikum soll die magnetische Flussdichte im Luftspalt eines kräftigen Magneten bestimmt werden. Dazu benutzt eine Lerngruppe eine Stromwaage (Material M1): Der Magnet steht auf einer Digitalwaage, das waagerechte Leiterstück ist an einem Stativ fest eingespannt und ragt in den Luftspalt. Die wirksame Leiterlänge beträgt \(l = 5{,}0\,\mathrm{cm}\), sie steht senkrecht zum Feld.
Bei ausgeschaltetem Strom wird die Waage auf \(0{,}00\,\mathrm g\) tariert. Bei der Stromstärke \(I = 4{,}0\,\mathrm A\) zeigt sie anschließend \(\Delta m = 5{,}10\,\mathrm g\) an. Rechnen Sie mit \(g = 9{,}81\,\mathrm{\frac{N}{kg}}\).
Das Leiterstück ist an einem Stativ fest eingespannt und berührt den Magneten nicht; bewegt wird nichts. Nur der Teil des Leiters, der im Luftspalt liegt, befindet sich im Feld — seine Länge wird mit \(l = 5{,}0\,\mathrm{cm}\) gleich der Breite der Polschuhe gesetzt. Die Anzeige der Waage ist auf \(0{,}01\,\mathrm g\) genau.
- Erklären Sie mithilfe von Material M1, warum die Waage eine zusätzliche Masse \(\Delta m\) anzeigt, obwohl sich nichts bewegt, und leiten Sie daraus die Beziehung \(\displaystyle B = \frac{\Delta m\,g}{I\,l}\) her.
- Zeigen Sie mit dieser Beziehung, dass \(1\,\mathrm T = 1\,\mathrm{\frac{N}{A\,m}}\) gilt, und geben Sie das Tesla in Basiseinheiten an.
- Berechnen Sie aus der Einzelmessung die Flussdichte im Luftspalt.
- Das Erdmagnetfeld hat in Deutschland eine Flussdichte von etwa \(50\,\mu\mathrm T\). Vergleichen Sie den gemessenen Wert damit und schätzen Sie ab, welche Anzeige das Erdfeld an derselben Stromwaage hervorrufen würde.
