MINT lernen

α-Spektrum interpretieren

Zwei Aufgaben im Stil der schriftlichen Abiturprüfung — mit Operatoren und vollständigem Erwartungshorizont zur Selbstkontrolle.

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Vom Kanal zur Energie

AFB II

Hinter dem Halbleiterdetektor sitzt ein Vielkanalanalysator. Er ordnet jeden Impuls nach seiner Höhe einem Kanal zu — zunächst ist das nur eine Nummer. Erst eine Kalibrierung mit einer Quelle bekannter Energien (M1) macht daraus eine Energieskala. Damit wird anschließend die unbekannte Probe (M2) ausgewertet.

M1Kalibrierung des Vielkanalanalysators
Bekannte LinieKanal \(K\)Energie \(E\)
Kalibrierquelle, Linie 1120\(4{,}20\ \mathrm{MeV}\)
Kalibrierquelle, Linie 2480\(6{,}00\ \mathrm{MeV}\)
M2Messung an der unbekannten Probe
PeakKanal \(K\)Peakfläche \(A\)
P13402400
P23787600

Die Peakfläche ist die Gesamtzahl der Impulse, die zu diesem Peak gehören.

  1. Bestimmen Sie aus M1 die Kalibriergerade \(E=m\cdot K+b\).
  2. Berechnen Sie die Energien der beiden Peaks P1 und P2 aus M2.
  3. Berechnen Sie die relative Häufigkeit der beiden Zerfallsübergänge und erläutern Sie, warum dafür die Peakfläche und nicht die Peakhöhe verwendet wird.
Hinweis zu Aufgabe a)
Zwei Punkte legen eine Gerade fest: erst die Steigung \(m=\dfrac{\Delta E}{\Delta K}\), dann \(b\) durch Einsetzen eines der beiden Punkte.
Hinweis zu Aufgabe b)
Einfach die Kanalnummern in die Geradengleichung aus a) einsetzen — und das Ergebnis mit Einheit angeben.
Hinweis zu Aufgabe c)
\(h_{\text{rel}}=\dfrac{A_{\text{Peak}}}{\sum A}\). Für den zweiten Teil: Was passiert mit Höhe und Breite eines Peaks, wenn der Detektor schlechter auflöst — und was mit der Fläche?