Der bewegte Leiterstab
AFB IIIn einer Praktikumsaufgabe soll die magnetische Flussdichte im Spalt eines Hufeisenmagneten bestimmt werden, ohne dass eine Hall-Sonde zur Verfügung steht. Dazu liegt ein gerader Leiterstab quer auf zwei waagerechten Schienen, die links über ein empfindliches Voltmeter verbunden sind (Material M1). Der Stab wird von einem Motor mit konstanter Geschwindigkeit \(v\) nach rechts gezogen; der wirksame Abstand der Schienen beträgt \(l=12\,\mathrm{cm}\). Feld, Stab und Bewegungsrichtung stehen paarweise senkrecht aufeinander. Material M2 zeigt die Messreihe.
Der Stab wird gleichförmig gezogen; nur der Bereich zwischen den Schienen liegt im Feld. Das Voltmeter belastet den Stromkreis praktisch nicht.
| Geschwindigkeit \(v\) in \(\mathrm{\tfrac{m}{s}}\) | Spannung \(U\) in mV |
|---|---|
| 0,50 | 26 |
| 1,00 | 49 |
| 1,50 | 77 |
| 2,00 | 100 |
| 2,50 | 127 |
| 3,00 | 151 |
- Erklären Sie mithilfe der Lorentzkraft, warum zwischen den Enden des bewegten Stabes eine Spannung auftritt.
- Berechnen Sie die Spannung, die bei \(v=2{,}0\,\mathrm{\tfrac{m}{s}}\) und einer Flussdichte von \(B=0{,}42\,\mathrm{T}\) zu erwarten ist, und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Messwert aus M2.
- Bestimmen Sie aus der Messreihe grafisch die magnetische Flussdichte \(B\) im Spalt des Magneten.
- Begründen Sie, warum das Voltmeter null anzeigt, sobald der Motor abgeschaltet wird und der Stab ruht — obwohl das Magnetfeld unverändert vorhanden bleibt.
