Das Blitzgerät einer Kamera
AFB IIm Blitzgerät einer Kamera wird die Energie für den Lichtblitz in einem Kondensator mit der Kapazität \(C = 220\,\mathrm{\mu F}\) gespeichert. Der Kondensator wird über den Ladewiderstand \(R_1 = 1{,}5\,\mathrm{k\Omega}\) aus einer Quelle mit \(U_0 = 300\,\mathrm V\) aufgeladen (Material M1, Stellung 1). Beim Auslösen schaltet der Umschalter in Stellung 2: Der Kondensator entlädt sich über die Blitzröhre, die dabei wie ein ohmscher Widerstand mit \(R_2 = 12\,\Omega\) wirkt.
Für alle Rechnungen gilt: Zuleitungen und Quelle sind widerstandsfrei, der Kondensator ist verlustfrei.
In Stellung 1 liegen Quelle, \(R_1\) und \(C\) in Reihe. In Stellung 2 ist die Quelle abgetrennt und der Kondensator treibt den Strom allein durch die Blitzröhre.
- Berechnen Sie die Ladung, die der vollständig aufgeladene Kondensator trägt, und die Stromstärke im ersten Moment nach dem Umschalten in Stellung 2.
- Berechnen Sie die Zeitkonstanten des Ladevorgangs und des Entladevorgangs. Erläutern Sie, was die Zeitkonstante über den zeitlichen Verlauf aussagt, und begründen Sie damit, warum der Blitz nur wenige Millisekunden dauert, das Aufladen dagegen deutlich länger.
- Berechnen Sie die Spannung am Kondensator \(5{,}0\,\mathrm{ms}\) nach dem Zünden des Blitzes sowie die Zeit, nach der die Spannung auf \(10\,\mathrm V\) gesunken ist.
- Der Hersteller wirbt damit, das Gerät sei \(1{,}5\,\mathrm s\) nach einem Blitz wieder einsatzbereit. Berechnen Sie, auf wie viel Prozent der Quellenspannung der Kondensator nach dieser Zeit aufgeladen ist, wenn er zuvor vollständig entladen war.
