Aufgabenblock — AFB III
Begründen statt nur rechnen: rückwärts arbeiten, Strukturen erkennen und eigene Begründungssätze formulieren, bevor du die Musterlösung aufklappst.
Begründe in zwei bis drei Sätzen, warum die Hypotenuse in jedem rechtwinkligen Dreieck länger ist als jede der beiden Katheten.
Hinweis: Vergleiche c² mit a² und mit b².
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Musterlösung: Nach dem Satz des Pythagoras ist c² = a² + b². Weil b² eine positive Zahl ist, ist c² größer als a². Da Längen positiv sind, folgt daraus c > a. Genauso zeigt man c > b — die Hypotenuse ist also immer die längste Seite.
Untersuche und begründe, was mit der Hypotenuse und mit dem Flächeninhalt eines rechtwinkligen Dreiecks passiert, wenn man beide Katheten verdoppelt.
Hinweis: Setze 2a und 2b in den Satz des Pythagoras ein.
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Musterlösung: Mit den Katheten 2a und 2b gilt für die neue Hypotenuse x: x² = (2a)² + (2b)² = 4a² + 4b² = 4c². Also ist x = 2c — die Hypotenuse verdoppelt sich ebenfalls. Der Flächeninhalt wird ½ · 2a · 2b = 4 · ½ · a · b, er vervierfacht sich.
Beurteile, ob eine Tischplatte einen rechten Winkel hat: Ein Tischler misst an einer Ecke 60 cm und 80 cm entlang der Kanten und zwischen den Messpunkten 99 cm.
Hinweis: Welcher Wert müsste bei einem rechten Winkel herauskommen?
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Musterlösung: Bei einem rechten Winkel müsste die Diagonale √(60² + 80²) cm = √10000 cm = 100 cm lang sein. Gemessen sind aber nur 99 cm: 99² = 9801 < 10000 = 60² + 80². Die Ecke ist also spitzwinklig, der Winkel etwas kleiner als 90° — die Platte ist nicht rechtwinklig.
