Dreißig Übungen zu Big Data, Scoring und Fehlerarten: Muster erkennen, Entscheidungen prüfen, Folgen beurteilen.
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Übungsaufgaben
Dreißig Übungen in gemischter Reihenfolge — du klickst, ziehst, ordnest, rechnest und knobelst. Jede Übung gibt dir sofort eine Rückmeldung, und zu jeder Aufgabe gibt es zwei gestufte Tipps: Der erste zeigt die Richtung, der zweite den entscheidenden Schritt. Die Chips zeigen das Anforderungsniveau: AFB I heißt wiedergeben und direkt anwenden, AFB II selbst entscheiden und verknüpfen, AFB III begründen, beurteilen oder eine Falle durchschauen. Aufgaben mit dem Chip Mix verbinden Wissen aus früheren Unterkapiteln, bei Trick steckt eine Falle drin. Fährst du über ein unterstrichenes Arbeitswort, siehst du, was es genau von dir verlangt.
A1
Datenspuren im Alltag
AFB I
Ein Samstag in der Stadt: Sechs Dinge begleiten Jonas. Entnimm dem Bild, welche davon Daten liefern, die ein Programm später zu einem Profil von Jonas verknüpfen kann: Klicke diese Quellen an.
Genau 3 der sechs Dinge liefern Daten für ein Profil. Klicke jede dieser Quellen an — ein zweiter Klick nimmt die Markierung zurück. Mit der Tastatur: Tab zum Bild, ←/→ wandern, Enter markiert.
0 von 3 markiert
Smartwatch, Kundenkarte und Leihrad-App speichern bei jeder Nutzung etwas über Jonas: Puls, Einkäufe und Wege. Münzen, Notizbuch und Regenschirm hinterlassen keine Daten, die ein Programm auswerten könnte.
Frage dich bei jedem Ding: Wird beim Benutzen etwas gespeichert, das zu Jonas gehört und sich später mit anderen Daten verknüpfen lässt?
Uhr, Karte und App speichern digital und sind einer Person zugeordnet. Bargeld, Papier und ein Schirm erzeugen keinen Datensatz.
A2
Das Türschloss entscheidet
AFB I
Ein Fingerabdruck-Türschloss soll nur Menschen einlassen, die im Haus wohnen. Stelle in der Tabelle dar, wie jede Entscheidung des Schlosses zu bewerten ist: richtig, zu Unrecht abgelehnt oder zu Unrecht angenommen.
Setze für jede Zeile die Bewertung: Klick auf ein Feld schaltet ? → richtig → zu Unrecht abgelehnt → zu Unrecht angenommen weiter. Tastatur: Enter/Leertaste schaltet, Pfeiltasten wandern durch die Tabelle.
Person
Schloss
Bewertung
Ida (wohnt hier)
öffnet
Jan (wohnt hier)
bleibt zu
Kurier (fremd)
öffnet
Lia (fremd)
bleibt zu
Max (wohnt hier)
öffnet
Nele (wohnt hier)
bleibt zu
Wer wohnt hier und das Schloss öffnet, oder wer fremd ist und draußen bleibt, wurde richtig behandelt. Bleibt eine Bewohnerin draußen, wurde sie zu Unrecht abgelehnt; öffnet das Schloss für eine fremde Person, wurde sie zu Unrecht angenommen.
Vergleiche in jeder Zeile, was das Schloss getan hat, mit dem, was es hätte tun sollen: Wer wohnt hier, wer ist fremd?
Eine Bewohnerin, die draußen bleibt, wurde zu Unrecht abgelehnt. Ein Fremder, der hineinkommt, wurde zu Unrecht angenommen. Alles andere ist richtig.
A3
Wie ein Empfehlungssystem arbeitet
AFB II
Beschreibe den Ablauf eines Empfehlungssystems in einem Onlineshop, indem du die Schritte ordnest.
Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Klicks, Käufe und Suchbegriffe werden gespeichert.
2Die Daten vieler Kundinnen und Kunden werden zusammengeführt.
3Das Programm sucht Muster: Wer A kauft, kauft oft auch B.
4Für eine Person wird ein Profil mit wahrscheinlichen Interessen erstellt.
5Passende Produkte werden angezeigt.
Technisch steckt dahinter oft nichts anderes als Verbund und GROUP BY über riesige Tabellen — erst die Menge macht die Vorhersage möglich.
Frage: Was muss vor der Mustersuche passieren?Warum? Ohne Daten kein Muster.