Vier Leute, vier Klassen, ein Programm: Es funktioniert nur, wenn alle sich vorher auf dieselben Methodenköpfe einigen.
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Übungsaufgaben
Dreißig Übungen zum Klicken, Ziehen und Knobeln — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; wenn du hängst, helfen dir die gestuften Tipps.
A1
Projektphasen der Schülerzeitungs-App
AFB I
Ein Informatikkurs entwickelt für die Schülerzeitung eine App, in der Artikel eingereicht, geprüft und veröffentlicht werden. Ordne jede Tätigkeit der passenden Projektphase zu.
Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Analyse
2Entwurf
3Implementierung
4Test
Die Analyse klärt, was die Software leisten soll (Anforderungen, Pflichtenheft). Der Entwurf legt fest, wie sie aufgebaut ist (Klassen, Attribute, Methodenköpfe). Erst dann wird implementiert und getestet. Typischer Fehler: das Festlegen der Methodenköpfe zur Implementierung zählen. Die Köpfe sind aber Teil des Entwurfs — sie bilden die Schnittstelle, auf die sich alle verlassen, bevor jemand Code schreibt.
Ansatz: Frage bei jeder Karte: Geht es um Wünsche, um den Bauplan, um Code oder ums Überprüfen?
Weiter: Methodenköpfe und Klassendiagramm gehören zum Entwurf — auch wenn sie schon nach Java aussehen.
A2
Die Klasse Quiz im Klassendiagramm
AFB II
Zwei Teams programmieren ein Quiz-Spiel. Die Klasse Quiz enthält diese Zeilen. Erkläre jede Zeile: Wähle ihre Art und ob eine Umbenennung andere Teams betrifft.
Setze für jede Zeile die Ausgänge: Klick auf ein Feld schaltet ? → Zustand 1 → Zustand 2 … weiter. Tastatur: Enter/Leertaste schaltet, Pfeiltasten wandern durch die Tabelle.
Zeile im Diagramm
Art
Betrifft andere Teams
- punkte: Ganzzahl
+ getPunkte(): Ganzzahl
+ antworten(a: Zeichenkette)
- frageNr: Ganzzahl
+ istFertig(): Wahrheitswert
+ neustart()
Zeilen mit einem Minus sind private Attribute: Sie gehören nicht zur Schnittstelle, ihre Umbenennung betrifft nur die Klasse selbst. Zeilen mit einem Plus sind öffentliche Methoden: mit Rückgabetyp hinter der Klammer eine Anfrage, ohne Rückgabetyp ein Auftrag. Ihre Umbenennung bricht den Vertrag mit den anderen Teams.
Schau auf das erste Zeichen jeder Zeile: Ein Minus steht für privat, ein Plus für öffentlich.
Nur öffentliche Methoden bilden die Schnittstelle. Hinter der Klammer entscheidet der Rückgabetyp zwischen Anfrage und Auftrag.
A3
Erwartete Werte beim Fahrradverleih
AFB II
Im Pflichtenheft eines Fahrradverleihs steht: Die erste Stunde kostet 3 €, jede weitere angefangene Stunde 2 €. Pro Tag werden höchstens 15 € berechnet. Die Methode gebuehr(minuten) soll den Preis liefern. Das Team hat neun Testfälle mit erwarteten Werten festgelegt.
Weise nach, welche Testfälle einen falschen erwarteten Wert enthalten, indem du sie markierst.
Genau 3 erwartete Werte sind falsch. Klicke jeden Testfall an, dessen erwarteter Wert nicht zum Pflichtenheft passt — ein zweiter Klick nimmt die Markierung zurück. Mit der Tastatur: Tab zum Bild, ←/→ wandern, Enter markiert.
0 von 3 markiert
Falsch sind drei erwartete Werte: 90 Minuten sind eine angefangene zweite Stunde und kosten 5 €, 300 Minuten kosten 11 €, und 480 Minuten werden auf 15 € begrenzt. Richtig sind unter anderem 60 Minuten (noch die erste Stunde) und 600 Minuten (Obergrenze).
Rechne jeden Testfall nach dem Pflichtenheft selbst aus und vergleiche mit dem erwarteten Wert in der Zeile.
Achte auf die angefangene Stunde, auf die Grenze bei genau 60 Minuten und auf die Obergrenze von 15 € pro Tag.