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Die Abizeitung geht in Druck
AFB I–IIDer Abiturjahrgang hat seine Abizeitung fertig gestaltet. Die Druckdatei ist 750 MB groß und soll per Mail an drei Druckereien gehen, die ein Angebot abgeben. Weil die Zeitung vor dem Abiball nicht bekannt werden soll, wird die Mail mit einem hybriden Verfahren (z. B. S/MIME) verschlüsselt. Jede Druckerei besitzt ein eigenes RSA-Schlüsselpaar; die öffentlichen Schlüssel hat das Redaktionsteam bereits.
Modellannahmen: AES verschlüsselt 500 MB pro Sekunde. RSA ist etwa 1000-mal langsamer, schafft also 0,5 MB pro Sekunde; das RSA-Verschlüsseln eines einzelnen kurzen Schlüssels dauert rund 2 ms.
- Stellen Sie den Ablauf von der Erzeugung der verschlüsselten Mail bis zum Lesen der Druckdatei bei einer Druckerei in einer Tabelle mit den Spalten „Schritt“, „Wer?“, „Aktion“ und „verwendeter Schlüssel“ dar.
- Begründen Sie, warum die Druckdatei nicht direkt mit den öffentlichen RSA-Schlüsseln der Druckereien verschlüsselt wird.
- Schätzen Sie mithilfe der Modellannahmen ab, wie lange das Verschlüsseln für alle drei Druckereien rein asymmetrisch bzw. hybrid dauert, und wie sich die Hybrid-Zeit bei einer doppelt so großen Datei verändert.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Beginnen Sie beim zufällig erzeugten Sitzungsschlüssel. Beachten Sie: Die Datei wird nur einmal verschlüsselt, der Sitzungsschlüssel dagegen für jeden Empfänger.Darstellen heißt hier: strukturiert in Tabellenform, nicht als Fließtext.
Hinweis zu Aufgabe b)
Vergleichen Sie Geschwindigkeit und Schlüsselaustausch der beiden Verfahrensarten. Welche Stärke liefert welcher Teil?
Hinweis zu Aufgabe c)
Rein asymmetrisch muss die ganze Datei für jede Druckerei einzeln verschlüsselt werden. Hybrid: einmal AES für die Datei plus dreimal RSA für einen 32-Byte-Schlüssel.
