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Datenschutz im Alltag

Sie rechnen nach, wie lange zwei Passwörter aus einem gestohlenen Datensatz halten, und prüfen das Anmeldeformular einer Lauf-App auf Datenminimierung.

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Nach dem Datenleck beim Sportshop

AFB I–II

Bei einem Online-Sportshop wurde die Datei mit den Passwort-Hashwerten aller Kundenkonten gestohlen. Der Angreifer probiert die Passwörter offline mit einer Grafikkarte durch, die 10 Milliarden (1010) Versuche pro Sekunde schafft. Zwei Kunden haben rein zufällig erzeugte Passwörter benutzt:

Finn: Lx7#qP2! — 8 Zeichen aus allen 95 Zeichen (26 Klein-, 26 Großbuchstaben, 10 Ziffern, 33 Sonderzeichen).
Selin: qmvtrzkeyahdwpbn — 16 Zeichen, nur Kleinbuchstaben.

Zeichenraum und Länge der beiden Passwörter
FinnSelin N = 95, L = 8N = 26, L = 16 Lx7#qP2! qmvtrzkeyahdwpb…
Selins Passwort ist abgeschnitten dargestellt; es hat 16 Zeichen (letztes: n).
  1. Berechnen Sie für beide Passwörter die Anzahl der möglichen Passwörter und die Zeit, die der Angreifer höchstens zum Durchprobieren braucht. Geben Sie die Zeit in einer sinnvollen Einheit an.
  2. Deuten Sie Ihr Ergebnis im Hinblick darauf, ob eher die Länge oder die Vielfalt der Zeichen ein Passwort sicher macht.
  3. Schätzen Sie ab, wie viele Stellen ein zufälliges reines Ziffern-Passwort mindestens haben müsste, um so lange zu halten wie Selins Passwort.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Anzahl = NL, Zeit = Anzahl ÷ Versuche pro Sekunde. Ein Tag hat 86 400 s, ein Jahr rund 3,16 · 107 s.
Hinweis zu Aufgabe b)
Vergleichen Sie: Selins Zeichenraum ist fast viermal kleiner, ihr Passwort aber doppelt so lang. Welcher Effekt gewinnt — und warum?
Hinweis zu Aufgabe c)
Suchen Sie die Zehnerpotenz, die mindestens so groß ist wie 2616. Bei Ziffern ist N = 10, also ist 10L leicht abzuschätzen.