MINT üben

Moderne Verschlüsselung

Sie verfolgen, welche Schlüssel bei einer verschlüsselten Bewerbung im Spiel sind, und prüfen mit Hashwerten, ob eingereichte Zeugnisse echt sind.

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Die Bewerbung an die Tischlerei

AFB I–II

Leonie bewirbt sich um einen Ausbildungsplatz bei der Tischlerei Holzmann. Ihre Bewerbungsmappe ist ein PDF von 20 MB mit Lebenslauf, Zeugnissen und Foto. Die Tischlerei veröffentlicht auf ihrer Website einen öffentlichen Schlüssel und bittet darum, Bewerbungen damit verschlüsselt zu schicken. Leonie besitzt selbst ebenfalls ein Schlüsselpaar. Ihr Cousin Tobias, der im selben WLAN surft, könnte den Datenverkehr mitschneiden.

Wer besitzt welchen Schlüssel?
LeonieTischlerei Holzmann privat (Leonie) öffentlich (Leonie) öffentlich (Holzmann) von der Website geladen privat (Holzmann) öffentlich (Holzmann) unsicherer Kanal (WLAN) T Tobias lauscht mit
Rot: private Schlüssel (bleiben beim Besitzer). Grün: öffentliche Schlüssel (dürfen jedem bekannt sein).
  1. Beschreiben Sie, mit welchem Schlüssel Leonie ihre Bewerbung verschlüsselt und mit welchem die Tischlerei sie wieder lesbar macht. Gehen Sie dabei darauf ein, was Tobias mit dem mitgeschnittenen Datenverkehr anfangen kann.
  2. Erläutern Sie, warum Leonies Mailprogramm die 20-MB-Mappe in der Praxis nicht vollständig asymmetrisch verschlüsselt, sondern hybrid vorgeht.
  3. Die Tischlerei schickt Leonie eine digital signierte Einladung zum Vorstellungsgespräch. Geben Sie an, mit welchem Schlüssel die Tischlerei signiert und mit welchem Leonie die Signatur prüft.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Denken Sie an den Briefkasten: Wem gehört der Einwurfschlitz, und wer hat den Schlüssel zur Klappe?
Hinweis zu Aufgabe b)
Asymmetrische Verfahren sind deutlich langsamer als AES. Was muss asymmetrisch übertragen werden — und was nicht?
Hinweis zu Aufgabe c)
Beim Signieren läuft die Richtung andersherum als beim Verschlüsseln.