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Mehrprotonige Säuren

Rhabarber, Kleesalz und Poolchemie: Säuren, die mehr als ein Proton zu vergeben haben.

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Oxalsäure — vom Rhabarber zum Nierenstein

AFB I–II

Rhabarber und Sauerampfer enthalten Oxalsäure \(\ce{H2C2O4}\) (Strukturformel HOOC–COOH). Als „Kleesalz“ wird Kaliumhydrogenoxalat \(\ce{KHC2O4}\) zum Entfernen von Rost- und Tintenflecken verkauft. In den Nieren kann Oxalat mit Calcium-Ionen schwer lösliche Calciumoxalat-Steine \(\ce{CaC2O4}\) bilden (M1).

M1Oxalsäure und ihre Anionen
TeilchenVorkommen
\(\ce{H2C2O4}\)Rhabarberblätter, Sauerklee
\(\ce{HC2O4-}\)Kleesalz (Kaliumsalz)
\(\ce{C2O4^2-}\)Nierensteine (Calciumsalz)
  1. Nennen Sie die Namen der beiden Anionen der Oxalsäure und geben Sie an, wie viele saure H-Atome das Oxalsäure-Molekül besitzt.
  2. Stellen Sie die Reaktionsgleichungen für die beiden Protolysestufen der Oxalsäure mit Wasser auf.
  3. Erklären Sie mithilfe von zwei Reaktionsgleichungen, dass das Anion des Kleesalzes ein Ampholyt ist.
  4. Begründen Sie, dass in einer Oxalsäure-Lösung deutlich mehr Hydrogenoxalat- als Oxalat-Ionen vorliegen.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Die Namen bildet man wie bei Hydrogencarbonat und Carbonat.
Hinweis zu Aufgabe b)
Jede Stufe hat Wasser als Base.
Hinweis zu Aufgabe c)
Wählen Sie als Partner einmal \(\ce{H3O+}\), einmal \(\ce{OH-}\).
Hinweis zu Aufgabe d)
Welche Ladung trägt das Teilchen, das die zweite Stufe durchlaufen müsste?Begründen: auf Gesetzmäßigkeiten zurückführen.