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Redoxgleichungen aufstellen

Chlor aus dem Tropftrichter und Kupfer im Ätzbad: Redoxgleichungen, die im Labor und in der Werkstatt wirklich gebraucht werden.

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Chlor aus dem Tropftrichter

AFB I–II

Versuch: In einem Rundkolben liegen 1,58 g Kaliumpermanganat \(\ce{KMnO4}\). Aus einem Tropftrichter wird langsam konzentrierte Salzsäure zugetropft (Abzug!). Es entweicht ein gelbgrünes, stechend riechendes Gas, das feuchtes Indikatorpapier bleicht; die violette Farbe verschwindet, zurück bleibt eine fast farblose Lösung mit \(\ce{Mn^2+}\)-Ionen. M1 enthält Daten.

M1Daten zum Versuch
GrößeWert
molare Masse \(M(\ce{KMnO4})\)\(158{,}0\,\mathrm{g\,mol^{-1}}\)
molares Volumen eines Gases (25 °C, 1013 hPa)\(24{,}5\,\mathrm{L\,mol^{-1}}\)
Salzsäureim Überschuss
  1. Bestimmen Sie die Oxidationszahlen von Mangan und Chlor vor und nach der Reaktion.
  2. Stellen Sie die Teilgleichungen für Oxidation und Reduktion sowie die Redoxgleichung (Ionenschreibweise, saure Lösung) auf.
  3. Erläutern Sie die Reaktion mit dem Donator-Akzeptor-Prinzip; benennen Sie Oxidationsmittel, Reduktionsmittel und die beiden Redoxpaare.
  4. Berechnen Sie das Volumen an Chlor, das bei vollständigem Umsatz des Kaliumpermanganats höchstens entsteht.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Das Gas ist Chlor; Kalium-Ionen nehmen nicht teil.
Hinweis zu Aufgabe b)
Reduktion: erst 5 Elektronen, dann Ladung mit \(\ce{H3O+}\), dann \(\ce{H2O}\).
Hinweis zu Aufgabe c)
Vergleichen Sie mit dem Protonenübergang bei Säure-Base-Reaktionen.
Hinweis zu Aufgabe d)
\(n = m/M\); Stoffmengenverhältnis aus der Redoxgleichung; \(V = n\cdot V_m\).