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Das Prinzip von Le Chatelier

Tropfsteine, Kesselstein und ein Methanol-Reaktor unter Druck: Le Chatelier im Einsatz.

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Tropfsteine und Kesselstein

AFB I–II

Regenwasser nimmt beim Versickern durch den Boden viel Kohlenstoffdioxid auf, denn Bodenluft enthält durch die Atmung von Wurzeln und Bodenlebewesen oft 1–5 % CO₂. In Kalkgebirgen löst dieses Wasser Kalkstein (Calciumcarbonat) auf; dabei entstehen Calcium- und Hydrogencarbonat-Ionen. Tropft das Wasser in einer Höhle von der Decke, bilden sich Tropfsteine. Auch in Wasserkochern setzt sich aus kalkhaltigem Leitungswasser mit der Zeit Kesselstein (Calciumcarbonat) ab.

M1Kohlenstoffdioxid in verschiedenen Luftproben
OrtVolumenanteil \(\ce{CO2}\) in der Luft
Außenluftetwa 0,04 %
Bodenluft1–5 %
Höhlenluft ohne Besucheretwa 0,1 %
Schauhöhle nach einem Besuchertagbis 0,5 %
  1. Formulieren Sie die Reaktionsgleichung für das Lösen von Kalk in kohlenstoffdioxidhaltigem Wasser als Gleichgewicht.
  2. Erklären Sie mit dem Prinzip von Le Chatelier, warum sich im Boden Kalk löst und in der Höhle Tropfsteine wachsen.
  3. Deuten Sie die Beobachtung, dass in Schauhöhlen mit vielen Besuchern Tropfsteine langsamer wachsen und an manchen Stellen sogar angegriffen werden.
  4. Erläutern Sie, warum sich beim Erhitzen von kalkhaltigem Wasser im Wasserkocher Kesselstein bildet.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Edukte: \(\ce{CaCO3(s)}\), \(\ce{CO2(aq)}\), \(\ce{H2O(l)}\).
Hinweis zu Aufgabe b)
Vergleichen Sie die CO₂-Anteile von Bodenluft und Höhlenluft in M1. Was geschieht mit gelöstem CO₂, wenn das Wasser in die Höhle tropft?
Hinweis zu Aufgabe c)
Woher kommt das zusätzliche CO₂ in der Schauhöhle?
Hinweis zu Aufgabe d)
In heißem Wasser löst sich viel weniger Gas als in kaltem.Erläutern: Einen Sachverhalt so darstellen, dass Zusammenhänge und Bedingungen verständlich werden – mit Beispielen oder Belegen.