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Mehrprotonige Säuren

Ein Entkalker und ein Biogaswäscher — beide Male entscheidet, wie viele Protonen eine Säure wirklich abgibt.

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Entkalken mit Citronensäure

AFB I–II

Ein Entkalker-Pulver besteht aus Citronensäure (Strukturformel HOOC–CH₂–C(OH)(COOH)–CH₂–COOH, Summenformel C₆H₈O₇, Kurzschreibweise H₃Cit). Eine Portion enthält 20,0 g. Beim Entkalken reagiert Kalk nach \(\ce{2 H3Cit + 3 CaCO3 ->}\) \(\ce{Ca3(Cit)2 + 3 CO2 + 3 H2O}\).

M(H₃Cit)M(CaCO₃)pKs₁pKs₂pKs₃
192,12 g/mol100,09 g/mol3,134,766,40
  1. Begründen Sie, dass Citronensäure dreiprotonig ist, obwohl das Molekül acht H-Atome enthält.
  2. Formulieren Sie die drei Protolysestufen mit Wasser und nennen Sie die Ampholyte.
  3. Berechnen Sie die Masse Kalk, die eine Portion höchstens lösen kann.
  4. Beurteilen Sie die Werbeaussage: „Dreifache Säurekraft — Citronensäure setzt pro Molekül sofort drei Protonen frei und ist deshalb stärker als Salzsäure gleicher Konzentration.“

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Welche H-Atome sind polar gebunden und leicht abzugeben?
Hinweis zu Aufgabe b)
Jede Stufe einzeln, Kurzschreibweise verwenden.
Hinweis zu Aufgabe c)
Stoffmengenverhältnis aus der Gleichung: 2 : 3.
Hinweis zu Aufgabe d)
pKs-Werte der Stufen mit HCl vergleichen.