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Unbekannte Proben im Werkstofflabor
AFB I–IIIn einem Recyclinghof sollen vier unbeschriftete Kunststoffteile sortiert werden. Eine Laborantin führt drei Tests durch:
| Probe | Erwärmen auf 200 °C | Dehnen bei 20 °C | 24 h in Toluol |
|---|---|---|---|
| P1 | wird weich, zieht Fäden | reißt nach geringer Dehnung | löst sich |
| P2 | bleibt formstabil, dunkelt ab 280 °C | bricht spröde | unverändert |
| P3 | bleibt elastisch, zersetzt sich ab 250 °C | 200 % dehnbar, federt zurück | quillt stark |
| P4 | schmilzt | dehnt sich plastisch, bleibt verformt | quillt und löst sich teilweise |
- Ordnen Sie jeder Probe eine Kunststoffklasse zu.
- Beschreiben Sie die Struktur der Makromoleküle in P2 und P3 und skizzieren Sie jeweils einen Ausschnitt.
- Erklären Sie das unterschiedliche Verhalten von P1 und P3 in Toluol.
- Beurteilen Sie, welche Proben sich durch Einschmelzen zu neuen Produkten verarbeiten lassen.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Das Wärmeverhalten ist das stärkste Kriterium.
Hinweis zu Aufgabe b)
Unterschied liegt in der Dichte der Vernetzungsstellen.
Hinweis zu Aufgabe c)
Lösemittelmoleküle schieben sich zwischen die Ketten.
Hinweis zu Aufgabe d)
Nur schmelzbare Klassen eignen sich.
