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Stoffeigenschaften

Beobachten, deuten, Werte vergleichen: Hier verbindest du das Wissen aus dem ganzen Kapitel — und eine Aufgabe stellt dir eine Falle.

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Aufgabenblock — AFB II

Zehn Aufgaben zum Anwenden: Du ordnest ein, rechnest mit Löslichkeiten, ermittelst Aggregatzustände und erkennst Stoffe an ihren Eigenschaften. Einige Aufgaben mischen Themen aus verschiedenen Unterkapiteln — genau wie in der Klassenarbeit.

A1
Beobachtung oder Deutung?
AFB II

Nach dem Versuch „Zucker in Wasser“ und „Rotkohlsaft in Essig“ stehen im Heft viele Sätze. Ordne ein: Welcher Satz ist eine Beobachtung, welcher eine Deutung?

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Beobachtung
2Deutung
Eine Beobachtung kann jeder mit den Sinnen oder einem Messgerät bestätigen, ohne etwas zu wissen. Eine Deutung braucht Fachwissen: Dass „rot“ bei Rotkohlsaft „sauer“ bedeutet, sieht man nicht, man muss es wissen.
Teste jeden Satz: Könnte ihn auch jemand schreiben, der gar keine Chemie kann und nur hinschaut?
Fachbegriffe wie „löslich“ oder „sauer“ sind ein Zeichen für eine Deutung.
A2
Wie viel Salz löst sich?
AFB II

In 100 mL Wasser lösen sich bei 20 °C höchstens 36 g Kochsalz, von Zucker dagegen etwa 200 g. Berechne die fehlenden Werte.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Wie viel Gramm Kochsalz lösen sich höchstens in 200 mL Wasser? g
  2. Lea gibt 50 g Kochsalz in 100 mL Wasser und rührt lange. Wie viel Gramm bleiben als Bodensatz liegen? g
  3. Wie viel Milliliter Wasser braucht man mindestens, um 90 g Kochsalz zu lösen? mL
  4. Wie viel Gramm Zucker lösen sich höchstens in 50 mL Wasser? g
Eine Lösung, in der sich nichts mehr löst, heißt gesättigt — der Rest bleibt als Bodensatz liegen, egal wie lange man rührt. Und die Löslichkeit ist eine Stoffeigenschaft: Zucker löst sich viel besser als Kochsalz, obwohl beide weiß und körnig aussehen.
Doppelt so viel Wasser löst doppelt so viel Salz.
Bodensatz = das, was zu viel ist: 50 g minus das, was sich höchstens löst. Für 90 g brauchst du 90 : 36 = 2,5-mal so viel Wasser.
A3
Welcher Zustand bei 20 °C?
AFB II

Ermittle mit den Werten aus der Tabelle, in welchem Aggregatzustand jeder Stoff bei Zimmertemperatur (20 °C) vorliegt.

Setze in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Stoff (Schmelz- / Siedetemperatur)festflüssiggasförmig
Quecksilber (−39 °C / 357 °C)
Schwefel (115 °C / 445 °C)
Sauerstoff (−218 °C / −183 °C)
Ethanol (−114 °C / 78 °C)
Butan, Feuerzeuggas (−138 °C / −1 °C)
Zinn (232 °C / 2602 °C)
Vergleiche 20 °C mit beiden Zahlen: Liegt 20 °C unter der Schmelztemperatur, ist der Stoff noch fest. Liegt 20 °C zwischen Schmelz- und Siedetemperatur, ist er flüssig. Liegt 20 °C über der Siedetemperatur, ist er gasförmig. Butan siedet schon bei −1 °C — im Feuerzeug bleibt es nur flüssig, weil es unter Druck steht.
Zeichne dir einen Zahlenstrahl: Schmelztemperatur, Siedetemperatur und dazwischen die 20 °C.
Quecksilber schmilzt schon bei −39 °C, siedet aber erst bei 357 °C. Wo liegt 20 °C?