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Redoxreaktionen

Ein Farbtest, der tote von lebenden Samen unterscheidet, und die Treppe, über die Elektronen zum Sauerstoff steigen.

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Lebt der Samen noch?

AFB I–II

Saatgutprüfer müssen schnell wissen, ob Samen noch keimfähig sind. Beim Tetrazolium-Test werden Samen längs halbiert und für zwei Stunden in eine farblose Lösung von Triphenyltetrazoliumchlorid (TTC) gelegt. In lebenden Zellen übertragen Dehydrogenasen Elektronen und Protonen aus Stoffwechselreaktionen über NADH + H+ auf TTC. Dabei entsteht das rote, wasserunlösliche Formazan, das in den Zellen verbleibt. Ein klassischer Keimtest dauert dagegen etwa 14 Tage.

M1Tetrazolium-Test und Keimtest an Weizensamen (Modellwerte)
SamenprobeEmbryonen rot gefärbt in %Keimrate nach 14 Tagen in %
frisch geerntet9694
2 Jahre gelagert8178
10 Jahre gelagert2320
10 min in kochendem Wasser00
  1. Nennen Sie die Definitionen von Oxidation und Reduktion.
  2. Erklären Sie die Rotfärbung lebender Embryonen als Redoxreaktion.
  3. Werten Sie die Ergebnisse in M1 aus.
  4. Beurteilen Sie, ob der Tetrazolium-Test den Keimtest ersetzen kann.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Denken Sie an Elektronen.
Hinweis zu Aufgabe b)
Welcher Stoff gibt Elektronen ab, welcher nimmt sie auf? Welche Rolle spielen NAD⁺ und die Enzyme?
Hinweis zu Aufgabe c)
Vergleichen Sie die Spalten miteinander und die Proben untereinander.
Hinweis zu Aufgabe d)
Was misst der Test genau — und was braucht ein Samen außerdem zum Keimen?