Seepocken an der Felsküste
AFB I–IISeepocken sind festsitzende Krebstiere, die in Kalkgehäusen an Felsen der Gezeitenzone leben und Plankton aus dem Wasser filtern. Ihre Larven treiben im Meer und setzen sich dann fest. An der schottischen Küste untersuchte CONNELL zwei Arten: Chthamalus stellatus und Semibalanus balanoides (kurz Balanus). M1 zeigt, wo sich Larven festsetzen und wo ausgewachsene Tiere leben, M2 das Ergebnis eines Entfernungsversuchs, M3 weitere Beobachtungen.
| Art und Zone | andere Art vorhanden | andere Art entfernt |
|---|---|---|
| Chthamalus, mittlere Zone | 5 % | 75 % |
| Balanus, obere Zone | 2 % | 3 % |
Balanus wächst deutlich schneller als Chthamalus. Wo beide nebeneinander sitzen, überwächst, unterhöhlt oder zerdrückt Balanus die Gehäuse von Chthamalus. Chthamalus übersteht lange Trockenphasen bei Ebbe deutlich besser als Balanus.
- Beschreiben Sie die Verbreitung von Larven und ausgewachsenen Tieren beider Arten (M1).
- Erläutern Sie mithilfe von M2 und M3, warum ausgewachsene Chthamalus nur in der oberen, ausgewachsene Balanus dagegen nur in der mittleren und unteren Zone vorkommen.
- Ordnen Sie die Beziehung zwischen den beiden Arten begründet in die Formen der Konkurrenz ein und geben Sie die umkämpfte Ressource an.
- Eine Schülerin folgert aus M1: „Chthamalus lebt in der oberen Zone, weil es dort die für diese Art besten Lebensbedingungen findet.“ Beurteilen Sie diese Folgerung.
