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Biotop und Biozönose

Tiefenprofile lesen, Beziehungen einordnen, Wirkungsketten verfolgen — von der Sauerstoffnot am Seegrund bis zu den Wölfen von Yellowstone.

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Ein See im Hochsommer

AFB I–II

An einem windstillen Augusttag untersucht ein Biologiekurs einen 20 m tiefen, nährstoffreichen See. M1 zeigt die Messwerte an der tiefsten Stelle, M2 Beobachtungen aus dem See.

M1Tiefenprofil an der tiefsten Stelle (Modellwerte)
TiefeTemperaturSauerstoffLicht
0 m22,0 °C9,5 mg/l100 %
2 m21,5 °C10,4 mg/l40 %
4 m20,0 °C10,1 mg/l16 %
6 m14,0 °C7,0 mg/l6 %
8 m9,0 °C4,2 mg/l2 %
10 m7,0 °C2,8 mg/l1 %
15 m5,5 °C1,0 mg/l0 %
20 m5,0 °C0,3 mg/l0 %
Licht in Prozent der Lichtmenge an der Oberfläche. Wasser von 22 °C kann höchstens etwa 8,7 mg/l Sauerstoff gelöst halten, Wasser von 5 °C etwa 12,8 mg/l.
M2Beobachtungen im See

(1) Wasserflöhe fressen Grünalgen im Oberflächenwasser.
(2) Hechte lauern im Schilf auf Rotaugen.
(3) Große Hechte fressen gelegentlich junge Hechte.
(4) Rotaugen schwimmen in großen Schwärmen, in denen der einzelne Fisch seltener erbeutet wird.
(5) Im Schlamm am Grund leben im August zahlreiche Zuckmückenlarven, Fische fehlen dort.

  1. Beschreiben Sie die Tiefenprofile von Temperatur, Sauerstoffgehalt und Licht (M1).
  2. Erklären Sie, warum der Sauerstoffgehalt in 2 bis 4 m Tiefe höher ist, als das Wasser bei dieser Temperatur eigentlich gelöst halten kann, und warum er darunter stark abnimmt.
  3. Ordnen Sie die Beobachtungen (1) bis (4) aus M2 begründet als intra- oder interspezifische Beziehungen zu.
  4. Erläutern Sie Beobachtung (5) als Beispiel für die Wechselbeziehungen zwischen Biotop und Biozönose.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Beschreiben Sie jede Größe getrennt von oben nach unten und nennen Sie Werte und Bereiche mit starker Änderung.
Hinweis zu Aufgabe b)
Welcher Stoffwechselvorgang setzt Sauerstoff frei, und was braucht er dafür? Welcher verbraucht ihn in jeder Tiefe?
Hinweis zu Aufgabe c)
Entscheidend ist allein, ob die beteiligten Lebewesen zu derselben Art gehören.
Hinweis zu Aufgabe d)
Verbinden Sie einen abiotischen Faktor aus M1 mit Lebewesen, die ihn verändern, und mit Lebewesen, die er begrenzt.Erläutern: Einen Sachverhalt so darstellen, dass Zusammenhänge und Bedingungen verständlich werden – mit Beispielen oder Belegen.