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Laufkäfer in Buchenwald und Fichtenforst
AFB I–IIIn einem Mittelgebirge soll geprüft werden, wie sich ein naturnaher Buchenwald und ein benachbarter, gleich alter Fichtenforst in ihrer Laufkäferfauna unterscheiden. Laufkäfer sind überwiegend nachtaktive, am Boden jagende Käfer. M1 zeigt das Fanggerät, M2 die Ergebnisse.
M1Barberfalle im Querschnitt
M2Gefangene Laufkäfer nach vier Wochen (Summe aus je 10 Fallen, Modellwerte)
| Art | Buchenwald | Fichtenforst |
|---|---|---|
| Abax parallelepipedus | 40 | 18 |
| Pterostichus oblongopunctatus | 30 | 126 |
| Carabus problematicus | 20 | 6 |
| Nebria brevicollis | 15 | 0 |
| Cychrus caraboides | 10 | 0 |
| Carabus nemoralis | 5 | 0 |
| Summe | 120 | 150 |
- Beschreiben Sie das Vorgehen der Untersuchung (M1) und die Bedingungen, die einen Vergleich der beiden Flächen erlauben.
- Berechnen Sie für beide Flächen die Dominanz der jeweils häufigsten Art und den Simpson-Index (M2).
- Werten Sie die Ergebnisse im Hinblick auf die Biodiversität der Laufkäfer beider Flächen aus.
- Ein Förster argumentiert: „Im Fichtenforst gehen mehr Laufkäfer in die Fallen als im Buchenwald. Für Laufkäfer ist der Forst also mindestens gleichwertig.“ Beurteilen Sie diese Aussage.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Wie gelangen die Käfer in die Falle, und was muss auf beiden Flächen gleich sein?
Hinweis zu Aufgabe b)
Rechnen Sie zuerst alle \(p_i\) aus; Arten mit 0 Individuen tragen nichts bei.
Hinweis zu Aufgabe c)
Betrachten Sie Artenzahl, Verteilung der Individuen und den Index gemeinsam.
Hinweis zu Aufgabe d)
Was sagt die Gesamtzahl gefangener Tiere über die Vielfalt aus — und was sagt eine Barberfalle überhaupt über Individuenzahlen aus?Beurteilen: Zu einem Sachverhalt ein selbstständiges Urteil unter Verwendung von Fachwissen und Fachmethoden formulieren und begründen.
