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Genmutationen

Vier Mutanten, ein Reparaturdefekt — wie liest man aus Sequenzen und Messwerten ab, was eine Mutation anrichtet?

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Mutationen im Enzym-Gen

AFB I–II

Bei einem Bakterium wurden vier Mutanten eines Gens isoliert, das ein Enzym für den Abbau eines Zuckers codiert. M1 zeigt den Anfang des codogenen Strangs für den Wildtyp und die Mutanten, dazu die gemessene Enzymaktivität. M2 enthält einen Auszug aus der Codetabelle.

M1Codogener Strang (Beginn des Gens) und Enzymaktivität (Modellwerte)
Allelcodogener Strang 3′ → 5′Enzymaktivität
WildtypTAC TGG CCA AAT GTC ACT100 %
Mutante 1TAC TGG CCG AAT GTC ACT100 %
Mutante 2TAC TGG TCA AAT GTC ACT35 %
Mutante 3TAC TGG CCA AAT ATC ACT0 %
Mutante 4TAC ATG GCC AAA TGT CAC T0 %
M2Auszug aus der Codetabelle (mRNA-Codons)
CodonAminosäureCodonAminosäure
AUGMet (Start)UUALeu
ACCThrUUUPhe
ACAThrCAGGln
GGUGlyUACTyr
GGCGlyCGGArg
AGUSerGUGVal
UAGStoppUGAStopp
  1. Beschreiben Sie, wie aus dem codogenen Strang die Aminosäurefolge abgeleitet wird.
  2. Ermitteln Sie die Aminosäurefolge des Wildtyps und der Mutanten 1 bis 4 (M1, M2).
  3. Ordnen Sie die vier Mutationen in die Typen der Genmutationen ein.
  4. Erklären Sie die unterschiedlichen Enzymaktivitäten der Mutanten (M1).

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Denken Sie an Transkription, Leserichtung und Tripletts.
Hinweis zu Aufgabe b)
Bilden Sie zuerst jeweils die mRNA.
Hinweis zu Aufgabe c)
Vergleichen Sie Länge und Basen mit dem Wildtyp.
Hinweis zu Aufgabe d)
Welche Mutationen verändern das Protein wie stark?Erklären: Einen Sachverhalt auf Gesetzmäßigkeiten bzw. Ursachen zurückführen und in einen nachvollziehbaren Zusammenhang einordnen.