Bänderschnecken in Wald und Wiese
AFB I–IIDie Hain-Bänderschnecke kommt mit gebänderten und ungebänderten Gehäusen vor. Vereinfacht wird die Bänderung von einem Gen mit zwei Allelen bestimmt: Das Allel U (ungebändert) ist dominant über das Allel u (gebändert). In zwei benachbarten Gebieten wurden Schnecken gesammelt und ihre Genotypen durch Kreuzungsversuche ermittelt (M1).
| Gebiet | UU | Uu | uu | gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Buchenwald | 120 | 60 | 20 | 200 |
| Wiese | 30 | 80 | 90 | 200 |
Die Dicke des Gehäuses schwankt innerhalb beider Populationen deutlich. Schnecken, die im Labor auf kalkarmem Futter aufwachsen, bilden dünnere Gehäuse als ihre Geschwister auf kalkreichem Futter. Gebänderte und ungebänderte Geschwister bleiben dagegen auf jedem Futter so, wie sie geschlüpft sind.
- Beschreiben Sie am Beispiel der Schnecken im Buchenwald die Begriffe Population und Genpool.
- Berechnen Sie die Allelfrequenzen von U und u in beiden Populationen (M1).
- Erläutern Sie anhand von M2 den Unterschied zwischen genetischer Variabilität und phänotypischer Variation.
- Erklären Sie, wie in einer solchen Population ständig neue Genotypen und gelegentlich neue Allele entstehen.
