MINT üben

Die Gendrift

Allelfrequenzen nach einer Sturmflut berechnen, Flaschenhals und Gründer unterscheiden, Referate prüfen — und Zufall von Selektion trennen.

Dein Fortschritt:
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Übungsaufgaben

Dreißig Aufgaben, bunt gemischt — zum Klicken, Ziehen, Zuordnen, Rechnen und Knobeln. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps. Die Chips zeigen das Anforderungsniveau: AFB I heißt wiedergeben und direkt anwenden, AFB II heißt selbst entscheiden und verknüpfen, AFB III heißt begründen, beurteilen oder eine Falle durchschauen. Mix verbindet Wissen aus mehreren Unterkapiteln, Trick warnt: Hier steckt eine Falle drin. Der Balken oben zeigt dir, wie viele der 30 Aufgaben du schon gelöst hast.

A1
Ein Referat über Geparde
AFB III

Aus einem Schülerreferat über die geringe genetische Vielfalt der Geparde. Überprüfen Sie die Aussagen.

In diesem Text stecken Fehler. Klicken Sie genau die falschen Zeilen an — die richtigen müssen stehen bleiben.
Die Fehler verwechseln Drift mit Selektion oder schreiben ihr eine Richtung zu. Gendrift ist Zufall: Sie baut Vielfalt ab, aber nie auf.
Prüfen Sie bei jeder Aussage, ob dem Zufall eine Richtung oder ein Ziel unterstellt wird.
Drei Aussagen sind falsch.
A2
Gründer rechnen
AFB II

Bestätigen Sie die Werte. Fünf Gründer einer Insel haben die Genotypen 2 AA, 2 Aa und 1 aa.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Frequenz von A in den Gründern (Dezimalzahl)  
  2. Frequenz von a in den Gründern (Dezimalzahl)  
  3. Anzahl der A-Allele unter 40 Tieren der nächsten Generation, wenn die Frequenz 0,6 bleibt  
Von 10 Allelen sind 6 A: 0,6. Die Frequenz von a ist 0,4. Bei 40 diploiden Tieren gibt es 80 Allele, davon 0,6 · 80 = 48 A. Typischer Fehler: 40 Tiere statt 80 Allele zu rechnen.
Zähle erst die Allele der Gründer: 5 Tiere mal 2 ergibt 10.
Bei 40 diploiden Tieren hast du 80 Allele.
A3
Welcher Evolutionsfaktor wirkt?
MixAFB II

Ordnen Sie jeden Fall dem Evolutionsfaktor zu, der hier die Allelfrequenzen verändert oder neue Allele liefert.

Setzen Sie in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
AussageMutationSelektionGendrift
Bei der Replikation wird im Hämoglobin-Gen eine Base ausgetauscht; so entstand das Sichelzell-Allel.
Nach einem Waldbrand leben von 200 Laufkäfern nur noch 8, die zufällig in einer Senke saßen.
Hasen mit dichterem Winterfell überleben strenge Winter häufiger und haben mehr Junge.
Auf einer Insel sinkt ein Farballel ohne erkennbaren Vor- oder Nachteil in 30 Generationen von 40 % auf 0 %.
Unter Antibiotikagabe vermehren sich Bakterien mit einem Resistenzallel stärker als andere.
In einer Blütenpflanze entsteht durch einen Fehler bei der Replikation ein neues Allel für die Blütenfarbe.
Mutationen liefern neue Allele (Kapitel 3: Basensubstitution). Selektion verändert Allelfrequenzen gerichtet über unterschiedlichen Fortpflanzungserfolg. Gendrift verändert sie zufällig — beim Waldbrand entscheidet der Aufenthaltsort, nicht ein erbliches Merkmal.
Fragen Sie: Entsteht ein neues Allel, hängt der Erfolg von einem Merkmal ab, oder entscheidet der Zufall?
Jeder Faktor kommt zweimal vor.