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Kraft in Stufen
AFB I–IIEin Muskel kann mal sehr fein, mal mit voller Kraft arbeiten. M1 zeigt, wie viele Muskelfasern und motorische Einheiten verschiedene Muskeln des Menschen besitzen. In einem Versuch wurde der Nerv eines Nerv-Muskel-Präparats mit einzelnen Reizen steigender Stärke gereizt und die Kraft des Muskels gemessen (M2).
M1Muskelfasern und motorische Einheiten beim Menschen (gerundete Literaturwerte)
| Muskel | Zahl der Muskelfasern | Zahl der motorischen Einheiten |
|---|---|---|
| äußerer gerader Augenmuskel | 22 000 | 2 970 |
| erster Fingerbeuger-Muskel (M. lumbricalis) | 10 300 | 96 |
| vorderer Schienbeinmuskel | 250 000 | 445 |
| innerer Zwillingswadenmuskel | 1 120 000 | 580 |
M2Einzelreize steigender Stärke am Nerv eines Nerv-Muskel-Präparats (vereinfachte Modellwerte)
- Beschreiben Sie den Zusammenhang zwischen Reizstärke und Muskelkraft in M2.
- Berechnen Sie für die vier Muskeln in M1 die mittlere Zahl der Muskelfasern je motorischer Einheit und ordnen Sie den Muskeln begründet die Eigenschaften „sehr fein abstufbar“ bzw. „grob, aber kräftig“ zu.
- Erklären Sie den stufenförmigen Verlauf in M2.
- Begründen Sie, warum die Kraftstufen in M2 nicht dadurch entstehen können, dass stärkere Reize an den einzelnen Endplatten größere Endplattenpotenziale erzeugen.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Gliedern Sie den Verlauf: Beginn, Anstieg, Ende.
Hinweis zu Aufgabe b)
Teilen Sie die Faserzahl durch die Zahl der Einheiten. Was bedeutet eine kleine Einheit für die Feinheit der Abstufung?
Hinweis zu Aufgabe c)
Ein Nerv ist ein Bündel aus Axonen mit unterschiedlichen Schwellen; jedes gehört zu einer motorischen Einheit.
Hinweis zu Aufgabe d)
Wovon hängt die Höhe des EPP ab, und was geschieht, wenn es überschwellig ist?Begründen: Sachverhalte auf Regeln, Gesetzmäßigkeiten bzw. kausale Zusammenhänge zurückführen und mit Argumenten stützen.
