MINT üben

Peptid- und Steroidhormone

Radioaktives Östradiol im Uterus, Ovalbumin im Eileiter und Patienten, bei denen ADH nicht wirkt — Versuche auswerten und zwei Wege der Hormonwirkung erklären.

Dein Fortschritt:
0 / 0 Aufgaben
1

Östradiol findet seine Zielzellen

AFB I–II

ELWOOD JENSEN spritzte 1962 jungen Ratten radioaktiv markiertes Östradiol und verfolgte, wo es sich im Körper anreichert (M1). Später untersuchte man, wie Östradiol in Eileiterzellen von Küken die Bildung des Eiklarproteins Ovalbumin steuert (M2).

M1Radioaktiv markiertes Östradiol in verschiedenen Geweben junger Ratten (vereinfachte Modellwerte)
0204060801000123456Radioaktivität (relative Einheiten)Zeit nach der Injektion in hUterusBlutSkelettmuskel
Nach Versuchen von JENSEN und JACOBSON (1962); gemessen wird die Radioaktivität je Gramm Gewebe.
M2Ovalbumin-mRNA in Eileiterzellen von Küken (vereinfachte Modellwerte)
Zeit nach Östradiol-Gabeohne Hemmstoffmit Actinomycin D
0 h00
2 h00
6 h80
12 h350
24 h1000
Ovalbumin ist das Hauptprotein des Eiklars. Menge der mRNA in relativen Einheiten. Actinomycin D lagert sich an DNA an und verhindert die Transkription.
  1. Beschreiben Sie die Ergebnisse in M1.
  2. Erläutern Sie die Wirkungsweise von Östradiol an einer Zielzelle.
  3. Erklären Sie die unterschiedlichen Kurvenverläufe in Uterus und Skelettmuskel (M1).
  4. Deuten Sie die Befunde in M2.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Vergleichen Sie Anstieg, Höhe und Dauer der drei Kurven.
Hinweis zu Aufgabe b)
Gehen Sie vom Bau des Östradiols aus und verfolgen Sie seinen Weg vom Blut bis zum Gen.
Hinweis zu Aufgabe c)
Was hält das Hormon in einer Zelle fest, und wie gelangt es wieder hinaus?
Hinweis zu Aufgabe d)
Welcher Schritt der Proteinbiosynthese wird durch Actinomycin D blockiert?Deuten: Beobachtungen oder Messergebnisse mit dem physikalischen Modell in Zusammenhang bringen und ihre Bedeutung angeben.