MINT üben

Die hemmende Synapse

Erregung und Hemmung auseinanderhalten, Ionenströme abwägen, Gifte einordnen — und klären, ob eine Synapse ohne Spannungsänderung trotzdem hemmen kann.

Dein Fortschritt:
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Übungsaufgaben

Dreißig Aufgaben, bunt gemischt — zum Klicken, Ziehen, Zuordnen, Rechnen und Knobeln. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps. Die Chips zeigen das Anforderungsniveau: AFB I heißt wiedergeben und direkt anwenden, AFB II heißt selbst entscheiden und verknüpfen, AFB III heißt begründen, beurteilen oder eine Falle durchschauen. Mix verbindet Wissen aus mehreren Unterkapiteln, Trick warnt: Hier steckt eine Falle drin. Der Balken oben zeigt dir, wie viele der 30 Aufgaben du schon gelöst hast.

A1
Stoffe an hemmenden Synapsen
AFB II

Ordnen Sie jeden Stoff nach seiner Wirkung auf die synaptische Hemmung im Zentralnervensystem ein.

Ziehen Sie jede Karte in den passenden Korb — oder wählen Sie sie mit Enter aus und drücken Sie dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1verstärkt die Hemmung
2schwächt die Hemmung
3wirkt an erregenden Synapsen
GABA länger im Spalt (Wiederaufnahme-Hemmstoff) oder häufigeres Öffnen (Diazepam) verstärkt die Hemmung; ein Blocker des Glycin-Rezeptors (Strychnin) oder fehlende Freisetzung (Tetanustoxin) schwächt sie. Curare und E 605 greifen an cholinergen, also erregenden Synapsen an.
Fragen Sie: Wird mehr oder weniger Cl⁻ in die Postsynapse strömen?
Curare und E 605 sind Gifte an erregenden Synapsen.
A2
Cl⁻- oder K⁺-Hemmung?
AFB II

Werten Sie aus, wie stark die beiden Synapsentypen eine Nervenzelle mit Ruhepotenzial −70 mV und Schwellenwert −50 mV höchstens hemmen können. E(Cl⁻) = −80 mV, E(K⁺) = −90 mV. Tragen Sie Beträge in mV ein.

Fülle alle Felder aus und prüfe dann. Enter in einem Feld prüft ebenfalls. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
Synapsegrößtmögliche Hyperpolarisation (mV)dann nötige Depolarisation bis zur Schwelle (mV)
Cl⁻-Synapse
K⁺-Synapse
Die Membran kann höchstens bis zum Gleichgewichtspotenzial des Ions wandern: −80 bzw. −90 mV. Von dort fehlen 30 bzw. 40 mV bis −50 mV. Typischer Fehler: vom Ruhepotenzial statt vom neuen Potenzial bis zur Schwelle zu rechnen.
Weiter als bis zum Gleichgewichtspotenzial kann die Membran nicht gelangen.
Nötige Depolarisation = Abstand vom neuen Potenzial bis −50 mV.
A3
Trickaufgabe: Hemmung ohne Ausschlag?
TrickAFB III

In einer Nervenzelle liegt das Cl⁻-Gleichgewichtspotenzial genau beim Ruhepotenzial von −70 mV. Eine GABA-Synapse wird gereizt; das Messgerät zeigt keine Spannungsänderung. Beurteilen Sie die Aussagen.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann starten Sie die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Die Falle: Hemmung mit einem messbaren IPSP gleichzusetzen. Offene Cl⁻-Kanäle ziehen die Membran immer zum Cl⁻-Gleichgewichtspotenzial. Liegt es beim Ruhepotenzial, sieht man in Ruhe nichts, jede Depolarisation wird aber durch Cl⁻-Einstrom gedämpft.
Was passiert mit dem Cl⁻-Strom, wenn die Membran gleichzeitig depolarisiert wird?
Offene Kanäle „ziehen“ die Spannung immer zum Gleichgewichtspotenzial ihres Ions.