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Rekombination und Mutation

Bänderschnecken und Zwergdeckelschnecken — Allelfrequenzen berechnen, Modifikation abgrenzen und den Wert der Rekombination beurteilen.

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Bänderschnecken in Wald und Wiese

AFB I–II

Die Hain-Bänderschnecke kommt mit gebänderten und ungebänderten Gehäusen vor. Vereinfacht wird die Bänderung von einem Gen mit zwei Allelen bestimmt: Das Allel U (ungebändert) ist dominant über das Allel u (gebändert). In zwei benachbarten Gebieten wurden Schnecken gesammelt und ihre Genotypen durch Kreuzungsversuche ermittelt (M1).

M1Genotypen in zwei Populationen (Modellwerte)
GebietUUUuuugesamt
Buchenwald1206020200
Wiese308090200
M2Ein weiterer Befund

Die Dicke des Gehäuses schwankt innerhalb beider Populationen deutlich. Schnecken, die im Labor auf kalkarmem Futter aufwachsen, bilden dünnere Gehäuse als ihre Geschwister auf kalkreichem Futter. Gebänderte und ungebänderte Geschwister bleiben dagegen auf jedem Futter so, wie sie geschlüpft sind.

  1. Beschreiben Sie am Beispiel der Schnecken im Buchenwald die Begriffe Population und Genpool.
  2. Berechnen Sie die Allelfrequenzen von U und u in beiden Populationen (M1).
  3. Erläutern Sie anhand von M2 den Unterschied zwischen genetischer Variabilität und phänotypischer Variation.
  4. Erklären Sie, wie in einer solchen Population ständig neue Genotypen und gelegentlich neue Allele entstehen.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Eine Population besteht aus Lebewesen, ein Genpool aus Allelen.
Hinweis zu Aufgabe b)
Jedes Tier trägt zwei Allele; reinerbige Tiere tragen ein Allel doppelt.
Hinweis zu Aufgabe c)
Welches Merkmal ändert sich mit dem Futter, welches nicht?
Hinweis zu Aufgabe d)
Unterscheiden Sie die Quelle neuer Allele von der Neukombination vorhandener Allele.Erklären: Einen Sachverhalt auf Gesetzmäßigkeiten bzw. Ursachen zurückführen und in einen nachvollziehbaren Zusammenhang einordnen.